04.06.2008
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Landtag schafft unsoziale Studiengebühren ab
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Zur Hauptseite wechselnBericht
Am gestrigen Dienstagabend hat der Hessische Landtag den ersten sinnvollen Beschluß der neuen Legislaturperiode gefaßt, nämlich die vor eineinhalb Jahren von der CDU-Landesregierung eingeführten Studiengebühren in Höhe von 500 Euro je Semester zum Wintersemester 2008/2009 wieder abzuschaffen. Zum Ausgleich der künftig ausbleibenden Einnahmen der Hochschulen aus den Gebühren sollen sie jene 90 Millionen Euro pro Jahr künftig aus Landesmitteln bekommen.
Die hessische NPD begrüßt diesen Beschluß ausdrücklich, da er den eigenen Forderungen nach absoluter Lehrmittelfreiheit und einem generellen Verzicht auf die Erhebung von Studiengebühren vollumfänglich entspricht. Es kann nicht sein, daß (Hochschul-)Bildung zur Ware verkommt, bzw. immer mehr zu einem Privileg der besser Verdienenden in diesem Land wird. Durch das seit Jahrzehnten dringend reformbedürftige bundesdeutsche Bildungssystem werden Kinder aus Familien mit geringerem Einkommen ohnehin schon massiv benachteiligt, die Einführung von Studiengebühren hat diesen Zustand nur noch weiter verschärft.
Der soziale Status der Eltern darf in keinem Fall über den Werdegang eines Kindes entscheiden, sondern einzig dessen erkannte Fähigkeiten bzw., für den vorliegenden Fall, dessen Eignung zu höherer Bildung. Diese Haltung hat nichts mit linker Gleichmacherei zu tun, sondern ist logische Schlußfolgerung aus der Erkenntnis, daß eben nicht alle Menschen "gleich" sind, demungeachtet aber alle gleich behandelt werden sollten.
Jörg Krebs
Bericht