22.04.2009
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Antifa-Alarm bei OPEL: Mitglied der Jugendvertretung ist angeblich ein „Rechtsextremer“
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Zur Hauptseite wechselnDaß es in der deutschen Jugend eine stetig steigende Tendenz zu einer volkstreuen Gesinnung gibt, ist bekannt. Dem kritischen Beobachter liegt der jüngste Aufschrei der gutmenschlichen Gesellschaft der Bundesrepublik noch in den Ohren, als eine Studie feststellte, daß etwa 20 Prozent der deutschen Jugendlichen ein mehr oder minder gefestigtes nationales Weltbild besitzen.
Nun gab es aus Sicht der Musterdemokraten mit „antifaschistischer“ Grundhaltung am gestrigen Tage einen „ungeheuerlichen“ Fall von jugendlicher mutmaßlicher Liebe zu Volk und Heimat zu vermelden. Es kursierten „E-Mails“ in Kreisen der IG-Metall sowie des OPEL-Betriebsrates, in denen ein bis dato völlig „unbescholtenes“ Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Rüsselsheimer Autowerk, das diesem elfköpfigen Gremium seit Oktober vorigen Jahres angehört, bezichtigt wurde, „rechtsextremen Kreisen“ anzugehören.
Die „antifaschistischen“ Blockwarte der IG-Metall wollen offenbar herausgefunden haben, daß der Bezichtigte in einer „Internet-Community“ ein „Nazi-Motto“ als Beschreibung für sich angegeben habe, außerdem eine auf dem Index stehende Rechtsrockband, deren Mitglieder wegen Volksverhetzung verurteilt wurden, als Lieblingsgruppe angebe, weiterhin zwei NPD-Musiker.
Diese „Erkenntnisse“ riefen sofort die rotgesonnenen BRD-Gesinnungswächter bei OPEL auf den Plan. Eine IG-Metall-Sprecherin im Werk kündigte sogleich an, die geschilderten Vorwürfe zu überprüfen: „Wir werden dem nachgehen“. In der denunziatorischen „E-Mail“ heißt es außerdem, der inkriminierte Werkzeugmechaniker-Azubi, der das sechstbeste Wahlergebnis hatte, falle durch das Tragen rechter Modemarken auf, die zum Beispiel im Bundestag und diversen Fußballstadien „verboten“ seien.
Der unbefangene Leser mag sich nun verblüfft die Augen reiben und fragen, wie es denn sein kann, daß bestimmte Kleidung an ganz bestimmten Orten „verboten“ ist. Ja, es ist so, im angeblich freiheitlichsten Staat, den es je auf deutschem Boden gab, dürfen ganz bestimmte Menschen, ganz bestimmte Kleidung, an wiederum ganz bestimmten Orten nicht tragen. Dies erinnert in der Tat recht frappierend an Zeiten, in denen ganz bestimmte Menschen, ganz bestimmte Kleidung, an wiederum ganz bestimmten Orten zu tragen verpflichtet wurden.
Die selbsternannten „Demokraten“ haben sich an dieser Stelle jedenfalls wieder einmal selbst demaskiert. In einem Staat, in welchem ein juristisch völlig unbescholtener junger Mensch, der sich an seinem Arbeitsplatz vorbildlich für seine Azubi-Kollegen einsetzt und somit das so oft eingeforderte soziale Engagement an den Tag legt, allein aufgrund einer bestimmten – noch dazu mutmaßlichen – Gesinnung ins Visier der Ziehkinder der ehemaligen Staatssicherheit der DDR (Stasi), die sich selbst „Antifaschisten“ nennen, gerät, und am Ende vielleicht noch um seinen Ausbildungsplatz bangen muß, in einem solchen Staat verkommen Werte wie die Meinungsfreiheit zu bloßen Worthülsen einer heuchlerischen Entourage von Freiheitsfeinden.
Jörg Krebs
Bericht