06.02.2010

Serie von Brandanschlägen reißt nicht ab: Hat sich im Rhein-Main-Gebiet eine linksextreme Terrorgruppe gebildet?


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Aus dem Munde der Polizeioberen, wie der politisch Verantwortlichen vor Ort wird man dies so schnell nicht zu hören bekommen: Eine Serie von eindeutig politisch motivierten Brandanschlägen in Frankfurt läßt darauf schließen, daß sich in Hessens größter Stadt eine neue linksextreme Terrorgruppe zu bilden scheint. Freilich ist es noch zu früh, gleich die Schatten des linken RAF-Terrors der 1970er und 1980er Jahre an die Wand zu malen. Allerdings darf dieses Phänomen auch nicht verharmlost werden, was sowohl in den Amtsstuben führender Polizeiverantwortlicher, aber auch in der etablierten Politik leider allzu häufig vorkommt.

Was derzeit vorliegt, das sind jedenfalls eindeutige Indizien. So haben in den letzten Monaten nicht nur die Fälle in Brand gesetzter Fahrzeuge in Frankfurt deutlich zugenommen, sondern es kam auch schon zu Brandanschlägen auf Gebäude. So erst Ende Januar, als bislang Unbekannte einen Brandanschlag auf das Büro einer Zeitarbeitsfirma in der Mainmetropole verübten, indem sie brennbare Flüssigkeit durch einen Briefkastenschlitz spritzten und anschließend in Brand setzten. Sachschaden: 15.000 Euro. Zu diesem Anschlag bekannte sich eine ominöse "Bewegung Morgenröte", eine offensichtlich linksextreme Gruppierung, die bereits seit Monaten Anschläge auf Bankfilialen verübt.



In der vergangenen Nacht nun wurde eine Filiale der Drogeriekette Schlecker im Stadtteil Gallus Ziel eines Anschlags. Unbekannte Täter hatten versucht, den Laden in Brand zu setzen, eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife entdeckte den Brand und konnte ihn löschen. Durch eine zerstörte Schaufensterscheibe entstand ein Sachschaden in Höhe von 5.000 Euro. Nicht, daß man nun mit moderne Sklaverei betreibenden Zeitarbeitsfirmen, ausbeuterischen Monopolisten oder sonstigen Einrichtungen, welche sich auf Kosten Dritter schamlos bereichern, allzu viel Mitleid haben müßte.

Allerdings haben die Bürgerinnen und Bürger auch ein Recht darauf, daß Polizei und politisch Verantwortliche ihren "Job" machen und das Aufkommen einer neuen linken Terrorwelle bereits im Keim ersticken. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre zum Beispiel, wenn die Verantwortungsträger in der Politik, sowohl als auch bei den Strafverfolgungsbehörden möglichst offen mit diesem Thema umgehen und die Öffentlichkeit offensiv dafür sensibilisieren würden. Ein Verharmlosen oder Totschweigen nützt nämlich niemandem. Leider ist dies aber nach wie vor zu häufig der Fall und zwar nicht selten so lange, bis die ersten Todesopfer zu beklagen sind. So weit darf es aber gar nicht erst kommen; Deutschland braucht sicher einiges, aber am allerwenigsten eine neue RAF.

Jörg Krebs,
NPD-Landesvorsitzender Hessen 




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