21.02.2010

Deutschtümelei oder Lippenbekenntnis? Jörg-Uwe Hahn (FDP) für Stärkung der deutschen Sprache innerhalb der EU


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Der heutige 21. Februar ist der internationale Tag der Muttersprache. Dieser Umstand veranlaßte nun ausgerechnet den als wenig volkstreu bekannten hessischen "Integrationsminister" und FDP-Landesvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn dazu, per Pressemitteilung verkünden zu lassen, daß er beabsichtige, "sich auch weiterhin bei der Europäischen Kommission dafür einzusetzen, daß die deutsche Sprache gleichberechtigt neben Englisch und Französisch genutzt wird."

„Im Zeitalter der Globalisierung, in der die nationalen geographischen Grenzen zunehmend weichen – allen voran in der EU – ist und bleibt die Sprache einer Nation ein wichtiges Bindeglied zur Tradition eines Landes und seiner Bürger. Deutsch ist innerhalb der Europäischen Union bereits heute die meistgesprochene Muttersprache und wird insgesamt von 32 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in der EU gesprochen. Daher ist es nicht zu verstehen, daß die Kommission sich immer stärker auf die englische und die französische Sprache beschränkt", erklärte Hahn, der gleichzeitig als "Europaminister" im Kabinett Koch fungiert.



Die Äußerungen Hahns sind aus Sicht der nationalen Opposition natürlich durchaus begrüßenswert. Wäre da nicht die Frage, wieso Herrn Hahns bisheriges Engagement bis dato noch gar keine Früchte trug. Immerhin kündigt der Herr Minister an, sich auch "weiterhin" für eine Stärkung des Deutschen einsetzen zu wollen. Besser Informierte wissen natürlich noch zu gut, daß auch die Herren Ex-Bundeskanzler Kohl (CDU) und Schröder (SPD) bereits vor etlichen Jahren gleichlautende Absichten erklärt hatten. An dem Zustand innerhalb des Molochs EU, den Hahn zu recht kritisiert, hat sich auch durch deren angebliche Bemühungen nichts geändert, andernfalls müßte Hahn sich ja jetzt nicht genötigt fühlen, derartige Ankündigungen zu verbreiten.

Fazit: Gute Absichten eines Landesministers, von dem man als Nationalgesinnter so etwas alle mal nicht erwartet hätte. Allerdings ist es eher fraglich, daß Herr Hahn sein Ansinnen auch tatsächlich mit dem nötigen Nachdruck verfolgt und falls doch, ob sich die "Europäische Kommission" von den Worten eines bundesdeutschen Landespolitikers eher beeindrucken läßt, als von jenen zweier Regierungschefs der Bundesrepublik, deren angebliche Bemühungen in dieser Richtung ja gleichfalls nicht von Erfolg gekrönt wurden.

Um mit diesem auf jeden Fall begrüßenswerten Ansinnen wirklich durchzudringen, bedürfte es schon härterer Bandagen, denn, welche deutsche Regierung mit Selbstachtung und Rückgrat würde es sich schon auf Dauer bieten lassen, daß wir Deutschen zwar seit Jahrzehnten den Oberzahlmeister für das bürgerferne EU-Bürokratiemonstrum spielen dürfen, daß aber andererseits die Sprache des zahlenmäßig größten Volkes innerhalb der EU von den Eurokraten derart offensichtlich diskriminiert wird? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Jörg Krebs,
NPD-Landesvorsitzender Hessen
 




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