NPD-Landesverband Hessen

23.05.2018

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Demo und Überreichung von Petition gegen das „Gewerbegebiet Nord“

NPD-Fraktion Wetzlar steht Bürgern von Münchholzhausen und Dutenhofen bei.

Nachdem sich in den letzten Jahren immer mehr offenbart hatte, daß der Magistrat plant, besser gesagt schon längst dabei ist, die grüne Lunge zwischen Münchholzhausen und Dutenhofen zum „Gewerbegebiet Nord“ umzuwandeln und auch bereits Grundstücke durch die Stadt Wetzlar aufgekauft (Die NPD-Fraktion Wetzlar stimmte dagegen) worden, kam nun am Dienstag, den 22.05. eine stattliche Anzahl an Vertretern der Bürgerinitiative „Stopp! Industrie- und Gewerbegebiet Münchholzhausen – Dutenhofen“ vor dem Wetzlarer Rathaus zu einer Demonstration zusammen, brachten ihren Unmut zum Ausdruck und übergaben im Anschluss den Stadtoberen Oberbürgermeister Wagner und Bürgermeister Semmler die Petition „Kein Gewerbegebiet Nord“ mit weit über 2000 Unterschriften gegen das über die Köpfe der Bürger hinweg geplante Gewerbegebiet.

Auch die NPD-Fraktion Wetzlar, die in der Stadtverordnetenversammlung Wetzlars bereits mehrfach die Abschaffung der Straßenbaubeiträge forderte um die betroffenen Bürger Münchholzhausens zu entlasten und sich ebenso gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes in Münchholzhausen ausspricht, wohnte der Demonstration am Wetzlarer Rathaus und der Übergabe der Petition bei.

Der Magistrat hat bislang keinerlei Anstalten gezeigt, eine Bürgerbeteiligung aktiv anzugehen und die Einwohner Münchholzhausens und Dutenhofens über geplante Ansiedlung von Firmen und Auswirkungen des geplanten Gewerbegebietes ausreichend zu informieren. Auch die „Oppositionsparteien“ CDU und FDP hatten in der Vergangenheit bereits zu Grundstücksaufkäufen zugestimmt. Ein rein wirtschaftliches geplantes Erschließen von Gewerbeflächen rächt sich nun aufs Neue. Ohne Beteiligung der Einheimischen wird hier den Münchholzhäusern und Dutenhofenern ein weiteres, die Ortsteile weiter einkreisendes Industrie- und Gewerbegebiet vor die Nase gesetzt. Auch hat der Magistrat die ablehnende Haltung der Ortsbeiräte zum Gewerbegebiet einfach ignoriert.

Zitat des Tages von Bürgermeister Semmler:
„Ich bin nicht in Wetzlar sozialisiert“.

Nach Kundgabe der Bedenken und Gründe der Bürgerinitiative konnten auch Oberbürgermeister Wagner und Bürgermeister Semmler ihren Standpunkt den betroffenen Bürgern mitteilen. OB Wagner wirkte im Erscheinungsbild erstaunlich unruhig, versuchte mit vielen Worten das Ganze abzuwiegeln und sich aus der Affäre zu ziehen. Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Semmler bemühte sich zumindest etwas gelassener aufzutreten. Aber auch seine vorgebrachten Argumente zielten darauf ab, es sei doch noch gar nichts entschieden, man müsse erst abwarten, ob die erforderlichen Grundstücke gekauft werden können, dass noch Gutachten abzuwarten seien, ob ein Gewerbegebiet machbar sei. Es sind aber genau diese Methoden, mit denen sich Bürgermeister Semmler bereits einen Namen bei verschiedensten Projekten der Stadt einen Namen gemacht hat: Unter Ausschluss der Bürger Tatsachen schaffen, die bei Bekanntwerden in der Öffentlichkeit dann als unverrücklich dargestellt werden. Man erinnere sich nicht nur an die geplante Straßenvollsanierung in Münchholzhausen, sondern auch an die nicht verfassungstreue Handlungsweise der Oberbürgermeister Wagners in der „Causa Wetzlar“ um die Vergabe der Stadthalle an die örtliche NPD für eine Wahlkampfveranstaltung zur Landtagswahl am 28. Oktober.

Durch die Verkündungen von Wagner und Semmler ließen sich die Bürger Dutenhofens und Münchholzhausens jedoch nicht entmutigen und bohrten mit gezielten Fragen weiter:
Ob den Stadtoberen überhaupt bewusst sei, wie denn die Bodenbeschaffenheit des besagten Gebietes ausschaut, wie sich dort die unterirdischen Wasserläufe auf das ökologische Gleichgewicht in der Gemarkung Münchholzhausen auswirken, wenn im oberen Bereich des geplanten Gewerbegebietes der Durchfluss gekappt wird, wurde von Wagner und Semmler verzweifelt zurechtstammelnd beantwortet und auf das noch ausstehende Gutachten verwiesen.

Die Frage, was denn mit den Abwässern, mit dem Oberflächenwasser oder bei Unwetter auftretenden Hochwassergefahr im Bereich Sudetenstraße und Wetzlarer Straße geschehe, wurde den Protestlern mit fadenscheinigen Ausflüchten nur unzureichend beantwortet. Immer wieder kam der Stadtverordnetenvorsteher Volck Oberbürgermeister Wagner und Bürgermeister Semmler zu Hilfe und versuchte die Fragerunde der protestierenden Bürger Münchholzhausens und Dutenhofens zu beschwichtigen.

Kein Gewerbegebiet Nord!

  • Mit dem geplanten Gewerbegebiet im Norden wäre die bauliche Umzingelung Münchholzhausens vollendet. Die A 45 im Westen, der Regionalflugplatz im Süden, nach Osten gibt es mittlerweile nur einen verringerten Streifen landwirtschaftlich genutzte Fläche bis zum Ortsrand von Dutenhofen. Es existiert auch seit vielen Jahren auf der ‚Rüsterschneise‘ Richtung Dorlar ein Modellflugplatz mit z.T. sehr lauten Flugmodellen. Der Aufenthalt in der Nähe ist bei Flugbetrieb gefährlich, wie die Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt haben.
  • In Münchholzhausen würde das wichtigste Nah-Erholungsgebiet zerstört. Viele Münchholzhäuser Bürger und Bewohner anderer Stadtteile nutzen diesen wertvollen Landschaftsteil aber für den erholsamen Aufenthalt in der Natur. Eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität würde bei Abschneidung von der grünen Lunge Münchholzhausens eintreten.
  • Bei sinkender Lebensqualität durch das Gewerbegebiet Nord besteht die Gefahr, dass der Wert von Wohneigentum sinkt, wenn Bewohner abwandern oder sich gar nicht erst in Münchholzhausen niederlassen wollen.
  • Durch die Nähe zur Autobahn A 45 ist die Güte der Münchholzhäuser Luft bereits beeinträchtigt. Eine Ärztin, die früher in Münchholzhausen niedergelassen war, hat einen hohen Anteil an Kindern mit Pseudokrupp diagnostiziert.
  • Eine verstärkte Gesundheitsgefährdung der Bürger Münchholzhausens ist zu erwarten, da es nicht ausgeschlossen ist, dass auch von einem neuen Industrie- und Gewerbegebiet Emissionen verschiedener Ausprägung erzeugt werden.
  • Solange die Kommunen einen Großteil der Einnahmen durch Gewerbesteuern abdecken müssen, ist von ihnen eine intelligente Politik gefordert, die bei der Ausweisung von neuen Baugebieten ein hohes Maß an Interesse für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts erkennen lässt.
  • Naturschutz und die Interessen der Bürger müssen mindestens den gleichen Stellenwert bei der Planung erhalten wie Steuer- und Wirtschaftsinteressen des Wetzlarer Magistrates.

Wir von der NPD-Fraktion Wetzlar stellen uns gegen den voranschreitenden Flächenfraß und die geplante weitere Bodenversiegelung bislang unbebauter Gebiete. Stattdessen sollten vorhandene bereits bebaute Flächen in Wetzlar modernisiert und infrastrukturell besser eingebunden werden.

Umweltschutz ist Heimatschutz.

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