NPD-Landesverband Hessen

20.10.2021

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Wer die Inflationsparteien wählt, sollte nicht als Tank-Flüchtling nach Polen fahren!

Was von Beobachtern der Finanz- und Geldpolitik der letzten Jahre seit Langem prognostiziert wurde, schlägt nun mit aller Macht zu. Die Rettung von Pleitebanken, die Haushaltssanierung von Krisenstaaten, das dauerhafte Anwerfen der Druckerpresse durch die EZB und die billionenverschlingende „Stabilisierung“ der internationalen Finanzmärkte haben eben irgendwann ihren Preis. Wer konnte auch so naiv sein, zu glauben, dass diese Zauber-Politik des billigen Geldes nicht irgendwann von irgendjemandem bezahlt werden muss? „Irgendjemand“ sind wie immer wir, die Steuerzahler!

Die Inflation steigt derzeit auf rund fünf Prozent, für viele Betroffene liegt sie tatsächlich viel höher, da das, was sie täglich brauchen, nämlich Wohnraum, Kraftstoff und Strom, deutlich stärker und schneller verteuert wird als andere Güter und Dienstleistungen.

Hier nun alles auf Corona zu schieben und mit angeblichen Nachholeffekten die Inflation für ein temporäres Problem zu erklären, dürfte sich als Augenwischerei erweisen. Denn die Grundlage für das Desaster wurde mit der Politik des vermeintlich billigen Geldes gelegt, die spätestens nach der Finanzkrise in Folge der Lehmann-Pleite ihren verhängnisvollen Lauf nahm.

Sowohl Eigenkapitalregeln für Banken als auch Schuldenbremsen für Staaten sind lediglich Beruhigungspillen für die Bürger, die den Wahnsinn bezahlen müssen. Das wird schon daran deutlich, dass die wohl bald die Regierung übernehmende Ampelkoalition bereits laut über kreative Strategien nachdenkt, um die Schuldenbremse zu umgehen. Die Grünen wollen die nicht genutzten Corona-Milliarden nutzen, um damit ihre Klimapolitik zu finanzieren und die Fridays-for-Future-Klientel auf unsere Kosten zu besänftigen. Die Sozis wollen öffentliche Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder Anstalten des öffentlichen Rechts wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und andere dazu bringen, Kredite aufzunehmen, um damit öffentliche Investitionen zu finanzieren. Wenn der eine öffentliche Topf leer ist, wird halt ein anderer geplündert. Und auch die FDP wird zusehen, dass sie ihre Lobbypolitik irgendwie finanziert bekommt.

So oder so, mit der Ampel wird die Inflationspolitik der letzten Jahre nahtlos fortgesetzt. Bislang war das alles eher abstrakt. Die gigantischen Summen, die von einem Rettungstopf in den anderen verschoben wurden, konnte sich Otto Normalverbraucher kaum vorstellen. Schon gar nicht, was das alles mit ihm zu tun hat. Doch das hat sich geändert und wird sich in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter ändern.

Wenn sich Normalverdiener und Leistungsträger die Miete in der Innenstadt kaum noch leisten können und gezwungen sind, aufs Land zu ziehen, wo sie wiederum aufs Auto angewiesen sind, das sie sich auch nicht mehr leisten können, dann zerstört dieses Land sein eigenes wirtschaftliches Rückgrat. Wenn mehr und mehr Branchen wie die Pflege, die Logistik und andere Alarm schlagen, weil die Arbeitsbedingungen immer prekärer und die Bezahlung angesichts steigender Preise immer mieser werden, dann warten auf unser Land schwere Zeiten.

Heute gab Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bekannt, dass er demnächst aus seinem Amt ausscheiden will. Normalerweise ist das nur eine Randnotiz wert, in diesen Zeiten sollte das aber hellhörig machen. Wenn einer der Letzten, die noch vor der Politik des billigen Geldes warnen, der noch Haltung und Durchblick hat, von Bord geht, um nicht mehr am Tisch sitzen zu müssen, wenn uns dieses marode Finanzsystem um die Ohren fliegt, dann sollten auch beim letzten politischen Schlafwandler die Alarmglocken schrillen.

Ronny Zasowk

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