22.07.2006

Zur aktuellen Lage im Nahen Osten


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In einem Ausbruch von fast grenzenloser Gewalt, gepaart mit den Mitteln äußerst aggressiven Vorgehens geht der Staat Israel derzeit im Nahen Osten gegen sein Nachbarland Libanon vor.
Zwar warnen EU und UNO derzeit vor einer weiteren Eskalation, welche leicht zu einem Flächenbrand werden könnte, aber man läßt dem jüdischen Staatswesen unter den Augen der Weltöffentlichkeit doch weitgehende Freiheiten, um in der ehemaligen „Schweiz des Nahen Ostens“, wie der Libanon früher nur zu gerne genannt wurde, Infrastrukturen zu zerstören und entsetzliche Opfer unter Kindern, Frauen und Männern dieses Landes anzurichten. Es ist in der Tat schon sehr verwunderlich, daß dort ein Angriffskrieg geführt werden kann, und entsprechende Proteste, Sanktionen und entsprechende Maßnahmen zu dessen Beendigung weitgehend zurück gehalten werden.

Doch ganz andere, wenn auch nicht minder seltsam aggressive Töne schlug vor kurzem noch der Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle in Baden-Württemberg, Markus Lochmann an, als er auf seiner eigenen Seite im Weltnetz die Option eines allgemeinen Angriffskrieges gegen den Nahen Osten ins Spiel brachte. Er schlug so u.a. mit den Worten, „Ja besetzen. Ja, mit Gewalt“, auf seiner Seite allen Ernstes vor, den zukünftigen Bedarf an fossilen Brennstoffen der westlichen Welt durch eine Besetzung der Ölfelder im Nahen Osten zu sichern. Ganz offenbar inspiriert von einer bereits vollzogenen Teilbesetzung des Nahen Ostens im Irak durch US-amerikanische Invasionstruppen meinte FDP-Mann Lochmann weiter, „Wenn wir die Alternative haben, jetzt einen Krieg zu führen und diesen sicher zu gewinnen, sollten wir dies viel eher tun, als in 30 Jahren einen Krieg zu führen, den wir garantiert verlieren werden.“ Völlig abgehoben machte Lochmann auf seiner Seite dann noch folgenden Vorschlag: „Laßt uns mit Hilfe der Amerikaner die Moslemische Achse in die Indo-Europäische Zange nehmen.“ Lochmann löschte seinen Aufruf zu Gewalt und Invasionsgedanken erst, als ihm ein deutsches Nachrichtenmagazin auf die Schliche gekommen war und bei ihm nachfragte, was er mit seinem Aufruf denn nun eigentlich bezwecken wolle.
Lochmann bezeichnete in Folge seinen Beitrag als seine „Privatmeinung“. Allerdings kam man von der FDP-Seite des Landesverbands in Stuttgart problemlos auf seine Seite. Der Landesgeschäftsführer der FDP im Schwabenländle, Olaf Bentlage distanzierte sich zwar von diesen merkwürdigen Gedanken, hielt aber seinem Mitarbeiter Lochmann die Treue. Genau jener war bis vor kurzem übrigens auch für die Präsentation im weltweiten Datennetz von Justizminister Ulrich Goll von der FDP zuständig. Vielleicht sollte der liberale Justizminister seinen Parteifreund einmal über die Festlegungen aus § 80 des deutschen Strafgesetzbuches informieren - dort wurde nämlich festgehalten, „Wer einen Angriffskrieg, an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“
Hätten wir Nationaldemokraten als eingestufte politische Prügelknaben von Medien und Systemparteien derartig krudes Gedankengut öffentlich verbreitet, wären die Schöpfer eines derartigen Aufrufes sicherlich schon längst Gast in einer staatlichen Anstalt und würden auf Kosten des Steuerzahlers ihr Essen zu sich nehmen.


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