Am Samstag den 19.05.07 besuchten Mitglieder der NPD Wetterau den "Thüringentag der Nationalen Jugend".
Ein reges Kommen und Gehen herrschte am vergangenen Sonnabend auf dem Eisenacher Heinrich - Ehrhardt Platz. Eisenacher kamen und gingen, viele regten sich über die schikanösen Eingangskontrollen der Polizei auf, doch bei herrlichem Wetter, leckeren Würsten, Spaßprogramm für die Kleinen und angeregten Gesprächen war der Ärger schnell verflogen. Zwar hielt die Eingangskontrolle einige Eisenacher am Kommen ab, weil sie bspw. keinen Personalausweis dabei hatten oder zum anderen nicht wollen, dass schon bald IM Kaiser an der Tür klopft, aber auch diese Art Behandlung hat ihre gute Seite, weil sie sich herumspricht und die Wut auf diesen Staat erhöht. Ein Punkt mehr bei der nächsten Stadtratswahl. Nichts desto trotz ließen es sich viele nicht nehmen auch diese Hürde zu nehmen, um sich einmal anzuhören, was dort bei der NPD so los sei, wie viele sagten.
Was niemand erwartete, wurde dann schließlich von der Polizei bestätigt: Der Thüringentag der nationalen Jugend lockte mehr Besucher an, als der Ruf von Heiko Gentzel, Landtagsabgeordneter der SPD seit 1990 und damit für das Alter abgesichert, dem neben rund 350 Mitgliedern aus Gewerkschaften und Stadtratsparteien auch mehr als 50 Jugendliche mit erheblichem Alkoholproblem folgten. Sie waren im Anschluss an den Frühschoppen gegen Rechts doch ein wenig zu betrunken, als das sie noch bei Herrn Gentzel in Reih und Glied marschieren hätten können. Ihm blieb trotz Widerstandes einiger Genossen nichts anderes übrig, als sie auszuschließen. Zu groß war die Gefahr, dass einer von ihnen gegen ein am Straßenrand parkendes Auto lief. 500 Gäste zählte die Polizei während des Tages bei der NPD auf dem Ehrhardt - Platz und gab Journalisten gegenüber an, den Durchschnitt von 360 bis 370 in der Öffentlichkeit angeben zu wollen. Was schließlich auch so geschah.
Mit Alkoholproblemen musste man sich auf dem Ehrhardt - Platz allerdings nicht herumschlagen, denn alkoholfreies Bier und Fassbrause sorgten hier nicht für zittrige Hände und schmeckten kühl und unter glühender Sonne auch sehr lecker.
Die Stimmung hielt sich bei wechselnden Reden von Frank Schwerdt dem Thüringer Landesvorsitzenden der NPD, dem Bundes- und Landesvorstandsmitglied Thorsten Heise, dem Kreisvorsitzendem der NPD im Wartburgkreis Hendrik Heller, dem Landesgeschäftsführer und stellv. Kreisvorsitzendem der NPD im Wartburgkreis Patrick Wieschke sowie dem Kreisschatzmeister der NPD im Wartburgkreis Danny Pfotenhauer bis in den frühen Abend an. Bis 21.00 Uhr hätte die Veranstaltung dauern können - dies erlaubte das Verwaltungsgericht Meiningen wenige Tage vor der Veranstaltung, nachdem die Stadt wegen dem auch bei ihr erhöhten Personalbedarf schon 19.00 Uhr Feierabend machen wollte.
Musikalisch war für Jung und Alt etwas dabei. Von Balladen bis zur härteren Gangart der nationalen Rockmusik, was natürlich für viele Eisenacher Jugendliche einer der Anziehungspunkte gewesen ist.
Rund eine Stunde lang wurde durch die seit dem letzten Thüringentag in Altenburg bestehende Theatergruppe Wagners Tannhäuser mit dem Sängerkrieg auf der Wartburg aufgeführt. Natürlich ließen es sich lokale Journalisten nicht nehmen, die Aufführung schlecht zu reden. Irgendetwas negatives musste doch bei den Rechten zu finden sein und wehe dem, dass in Eisenach noch einmal die Spatzen von den Dächern pfeifen, die Rechten haben auch auf diesem Gebiet etwas zu bieten. Weil das Eisenacher Ordnungsamt willkürlich die notwendigen Kunstwaffen als Requisiten des Schauspiels verbieten ließ, musste natürlich angesichts des am Beispiel des Eisenacher Theaters deutlich werdenden Kulturverfalls ein entsprechendes Echo gefunden werden. Daher verlieh man der Leiterin des Eisenacher Ordnungsamtes, Monika Kirchner in Abwesenheit etwas, dass Nichts hieß und nach Nichts aussah und doch so viel Botschaft enthielt. Eine leere Holzscheibe.
Besonderen Anklang fand das Kinderprogramm, welches zeitweise mit rund 25 kleinen Besuchern über die Erwartungen hinaus besucht war. Hüpfburg, Sandkasten, Mittelalterzelt, Malspiele, Wettbewerbe und einiges mehr wurden geboten. Hierfür ein besonderer Dank an die Heimattreue Jugend, die sich nun auch einen Namen bzw. einen bleibenden Eindruck im Leben dieser Kinder verschafft hat.
Stolz konnten die Vertreter der NPD im Wartburgkreis und Eisenach auch verkünden, dass das 452. Mitglied der Thüringer NPD eine 45jährige Frau aus dem Wartburgkreis ist. Dass zum Entsetzen aller anwesenden Andersdenkenden und Journalisten hier auch noch eine Frau als jenes 452. Mitglied begrüßt werden konnte, macht die Führung des Kreisverbandes besonders stolz und glücklich. Zeigen dieser Fall und die Neumitglieder der letzten Monate doch, dass in Eisenach und dem Kreisgebiet der Weg in die Mitte des Volkes erfolgreich beschritten wird.
Alles in allem eine rundum gelungene Veranstaltung, die trotz kleineren technischen und organisatorischen Problemen friedlich, bunt, frei und fröhlich verlief.









