Guido Westerwelles Vorschlag, der für viele den Anschein von Zwangsarbeit vermittelt, ist gar nicht so umstritten, wie der Vorstoß von Hannelore Kraft (SPD) offenbart.
Sie tun, was sie immer getan haben: Die “Vertreter” des Volkes schmieren dem Wähler erst “Honig ums Maul”, um dann literweise Essig nachzukippen. Daß die SPD-Spitzenkandidatin aus Nordrhein-Westfalen sich verplapperte und natürlich alles ganz anders gemeint war, kann auch nicht über den allgemeinen Trend hinwegtäuschen. Doch kann es eine “freiwillige und gemeinnützige” Tätigkeit geben, bei der die Betroffenen mit Sanktionen bedroht werden, sofern sie nicht gewillt sind, “freiwillig und gemeinnützig” tätig zu werden? “Kraft durch Freude” könnte daher bald in NRW zu lesen sein.
Ob Guido Westerwelle (FDP) mit seinem angetrauten Ehegatten sein Flugzeug wegen der Schneemassen fünf Minuten später seinen Flieger erreichte und darüber erbost war, weil er nicht schnell genug auf Wolke 7 aufstieg? Fest steht nur, Westerwelle machte den Anfang und brachte das Thema Zwangsarbeit für Hartz IV-Empfänger wieder in die Öffentlichkeit. Schneeschippen lautete die Devise. In die gleiche Bresche sprang nun die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft (SPD) aus Nordrhein-Westfalen. Dort soll ebenfalls teils noch Schnee liegen, der die Genossin augenscheinlich daran hindert, schnell ihre Wahlkampftermine wahrzunehmen.
Allerdings unterscheidet sich der Vorstoß der Genossin Kraft vom FDP-Vorsitzenden Westerwelle. Während der mit seinem Ehegatten auf Wolke 7 schwebende Bundesaußenminister augenscheinlich auf Zwangsarbeit setzt, baut Genossin Hannelore auf die “Freiwilligkeit”. Daß eine solche den Betroffenen Freude bereitet, sonst würde kaum jemand etwas freiwillig tun, dürfte klar sein. Dem Kommunismus ein Stück näher kommen, der ja auch auf die “einkommenslose Gesellschaft” setzt, in der die Menschen wie im Garten Eden freiwillig und mit Freude dem Arbeitsdienst nachkommen, gewinnt die SPD-Genossin augenscheinlich etwas ab.
Doch die Gedanken der Genossin Hannelore Kraft, die bisher recht farblos auftrat, stehen mit ihrem Vorstoß alle Türen offen. Bisher stand ihr Landtagswahlkampf unter dem Motto “Tat-Kraft-Tour”. Spötter meinen, daß dieses im Wahlendspurt nun nicht mehr aussagekräftig genug ist und schlagen vor, es in “Kraft durch Freude” umzuwidmen. Daß dies geschichtlich “braun” belastet ist macht nichts, schließlich strengt die SPD mit den Grünen eine Koalition an, besser noch, die SED-Nachfolgepartei “DIE LINKE.” springt ebenso noch ins gemeinsame Daunenbett dieser Demokratie. Rot und Grün steht nämlich nicht nur für die Einführung von Hartz IV, der Mix von beidem ergibt braun. “Kraft durch Freude” wäre also ein passendes und erst recht aufrichtiges Motto für die Genossin.
Quelle: www.npd-nol.de
10.03.2010
Jedem seinen Westerwelle - “Kraft durch Freude” neues SPD-Wahlkampfmotto in NRW?
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