NPD-Landesverband Hessen

25.06.2022

Lesezeit: etwa 4 Minuten

BRD 2022: Ein verrücktes Land…

Es ist der viel bemühte Treppenwitz der Geschichte: die evangelische Kirche lehnt die weitere Aufnahme von Moslems in Deutschland ab, weil diese den christlichen Charakter unseres Landes zerstören! Oder der Zentralrat der Juden lehnt die Verantwortung der Deutschen in der Gegenwart für tatsächliche und behauptete Vorgänge vor 80 Jahren ab. Oder die deutschen Veganer überlegen, was schädlicher für das „Klima“ ist: die Rinderzucht in Deutschland oder das Abholzen der Regenwälder in Indonesien und Malaysia zugunsten der Produktion von Palmöl oder Tofu!

Nun musste der Bundeswirtschaftsminister Habeck eine Entscheidung gegen den Bundesklimaschutzminister Habeck treffen: aufgrund der gesunkenen Lieferung von russischem Erdgas müssen die deutschen Kohlekraftwerke ihre Produktion hochfahren und die in den letzten Jahren in „Reserve“ geschickten Kohlekraftwerke sollen wieder ans Netz gehen. Habeck fiel diese Entscheidung erkennbar schwer. Er sollte deshalb auch nicht mit Häme überschüttet werden, oder mit seinen absolut inakzeptablen Äußerungen, daß er Deutschland immer zum Kotzen gefunden habe, dauerhaft konfrontiert werden.

Vielleicht lernt er gerade den Wert des Vaterlandes, vielleicht ist es der Kontakt mit der brutalen Realität, mit der politischen und – viel wichtiger – der physikalischen Realität. Ein Industrieland, wie Deutschland, läuft nicht mit Windrädern und Solarpanelen. Da können Lobbygruppen oder Experten, wie die bemitleidenswerte Frau Prof. Kemfert, die im April 45-Style-Durchhalteparolen in die Mikrofone spricht, täglich das Gegenteil behaupten – die aktuelle Situation ist der Offenbarungseid.

Worum geht es und wieso sollen Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen? Warum sollen die Gaskraftwerke vom Netz und warum gibt es eigentlich so viele dieser teuren Anlagen?

Die Ursache dafür ist die so genannte „Grundlast“. Entscheidend für eine stabile Stromversorgung in einem Netz ist, daß in jedem Augenblick genau so viel elektrische Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Das ist eine unabänderliche physikalische Notwendigkeit. Grundlastfähig – also zu jedem Zeitpunkt die erforderliche Menge an elektrischer Energie bereitzustellen – sind ausschließlich Kohle-, Kern- und Gaskraftwerke. In geringerem Umfang unsere Wasserkraftwerke (nicht zu verwechseln mit den Pumpspeicherkraftwerken) und die Bioenergieerzeuger.

Nun ist es so, daß der steigende Anteil der „erneuerbaren Energien“, und hier ist in erster Linie die Solarstrom- und die Windenergie zu sehen, daß Netz äußerst instabil machen. Täglich muß hunderte Male reguliert werden, um die zwingend notwendige Netzfrequenz von 50 Hertz zu halten. Ansonsten würden Computer, Industrieanlagen und sonstige Verbraucher entweder automatisiert abschalten, teils irreparable Schäden erleiden oder eben ausfallen.

Um dies zu verhindern wurden im Rahmen der so genannten Energiewende Gaskraftwerke als Puffer angesehen. Denn Gaskraftwerke haben zu den Kohlekraftwerken einen entscheidenden technischen Vorteil: sie können sehr flexibel auf die schwankende Solar- und Windenergieerzeugung reagieren. Der Verfasser war einige Jahre beruflich im oberfränkischen Kraftwerk Arzberg tätig: die dortigen Blöcke fünf und sieben waren Kohleanlagen, der Block sechs ein Gasblock. Die Kohleblöcke brauchten 12 bis 14 Stunden um ans Netz zu gehen, der Gasblock etwa eine Stunde. Insofern hat der Ausbau von Solar- und Windenergie tatsächlich erst die Abhängigkeit von Erdgas für eine stabile Energieversorgung herbeigeführt.

Die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Habeck, Kohlekraftwerke wieder hochzufahren und weitere aus der Reserve in die aktive Stromversorgung zu nehmen, ist dem Kontakt mit der Realität geschuldet, was einen für ihn sogar eine gewisse Achtung abverlangt. Aber es muß bezweifelt werden, daß er die Gesamtlage verstehen kann oder will.

Erdgas ist ein wertvoller Rohstoff – aus Erdgas werden unzählige Produkte des täglichen Bedarfs hergestellt: vom Dünger für die Landwirtschaft bis zu Medikamenten, Kunststoffprodukten, Farben und Lacken… nicht zuletzt werden Millionen Wohnungen in unserem Land mit Erdgas geheizt. Diesen wertvollen Rohstoff für die Stromerzeugung zu verbrennen ist absolut widersinnig – zumal es von der gesamten politischen Klasse: von CSU bis GRÜNE – betrieben wurde und wird. Nun merkt man, daß es allmählich eng wird und ahnt, daß es besser wäre, die heimische Kohle zur Stromerzeugung zu verwenden.

Die Frage für Habeck und Genossen wird lauten: wovor haben die Leute mehr Angst? Vor dem angeblich vom Menschen gemachten „Klimawandel“ oder vor einer dunklen, kalten Wohnung mit dem berühmten Kanten Brot, den Bismarck im Küchenschrank von wütenden Deutschen gesehen hat.

Übrigens werden, wenn die Kohlekraftwerke wieder hochgefahren werden, auch aus physikalischen Gründen eine erhebliche Anzahl von Windenergieanlagen abgeschaltet werden müssen. Das dürfte die Betreiber nicht stören: sie bekommen die EEG-Umlage auch, wenn sie keinen Strom ins Netz einspeisen.

Verrücktes Land…..

Axel Michaelis

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