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13.05.2008

Lesezeit: etwa 3 Minuten

CDU auf Umvolkungskurs - Koch wirbt nun verstärkt um Türken

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Bericht
Mit Worten wie "Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer" und "Ich bin nicht bereit, (...) mir von türkischen Vertretern den Mund verbieten zu lassen", hatte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) im zurückliegenden Landtags-Wahlkampf noch versucht, nationale Wählerinnen und Wähler vor den lahmenden Karren seiner Hessen-Union zu spannen - vergeblich. Alle Analysen der Wahl deuten viel eher darauf hin, daß volkstreue und rechtskonservative Wähler sich verstärkt der Wahlenthaltung bedient haben, um ihren Unmut über das Versagen der CDU auf den traditionell eher "rechts" angesiedelten Themenfeldern "Innere Sicherheit" und "Ausländerzuzug" zu artikulieren. Nun, gut vier Monate nach der verlorenen Wahl, kann man dann auch wieder auf Umvolkungskurs umschwenken, zumal, wenn man wie Koch beabsichtigt, mit den antideutschen Multi-Kulti-Grünen als Steigbügelhalter(Innen), eine CDU/FDP-Koalition zwecks Machterhalt zu bilden.

Aber auch ein anderer Gesichtspunkt dürfte Koch bewegt haben, nunmehr erneut einen ausländertümelnden Kurs einzuschlagen: Zehn Prozent der Wahlberechtigten in Hessen sind inzwischen nichtdeutscher Herkunft. Diese Gruppe wird also auch hierzulande immer mehr zu einer fremden und gleichsam (Wahl-)entscheidenden Macht an der Wahlurne. Diese fremdländischen Wählerinnen und Wähler waren es, die zum Beispiel im Jahre 2002 dafür sorgten, daß Rot-Grün auf Bundesebene wiedergewählt wurde und die Union um den Lederhosen-Zampano Edmund Stoiber (CSU) eine herbe, wenn auch knappe, Niederlage erlitt. In diesem Zusammenhang stellt der stellvertretende Vorsitzende des "Deutsch-Türkischen Forums (DTF) in der CDU" (so etwas gibt es wirklich!), Zafar Mese, fest, daß "60 Prozent der Türken eigentlich konservativ" seien, die Union ihnen aber nicht das Gefühl gebe, willkommen zu sein. "Höchstens acht bis zwölf Prozent wählen die CDU, 60 Prozent aber SPD und Grüne", fährt Mese fort. Das soll sich in Zukunft natürlich ändern, was ja eigentlich nur gerecht wäre. Denn, was viele, vor allem nationalgesinnte und rechtskonservative Unionsanhänger oft nicht wissen, bzw. konsequent ausblenden, nicht Rot-Grün ist für die systematische Überfremdung unserer Heimat verantwortlich, sondern die CDU, die in den 16 Jahren der Kanzlerschaft Helmut Kohls mehr Fremde ins Land holte, als in den 40 Jahren vor Kohl in die BRD strömten.

Daß sich diese Massen von Zivilokkupanten nicht bei ihren schwarzen Gönnern in Form von Wahlstimmen bedanken wollen, liegt vor allem daran, daß die linken Parteien von jeher mehr um das Wohlergehen noch des letzten Einwanderers von der Südsee-Insel Viti Levu besorgt waren, als um jenes des eigenen Volkes. Die Union hingegen, mußte sich bis dato und zumindest im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen auch um die "rechte" Wählerklientel bemühen. Ganz im Sinne des Nebelkerzenwerfers Franz-Josef Strauß (CSU), der einmal den bezeichnenden Satz prägte, daß rechts von der Union keine demokratisch legitimierte (also vom Wähler ins Parlament gewählte) Kraft stark werden dürfe. So versuchte auch Koch diesmal mit dem Thema Ausländerkriminalität zu punkten, nachdem er ja schon einmal mit seiner "Unterschriftenkampagne" gegen die doppelte Staatsbürgerschaft - damals leider noch erfolgreich - rechtsorientierte Wählerinnen und Wähler an die Union zu binden vermochte und diese damit gleichsam neutralisierte. Eine Herangehensweise allerdings, die den migrationshintergründigen Wählermassen natürlich gar nicht paßte und auch in Zukunft nicht passen wird. In Anbetracht der ungewissen Lage im Landtag muß Geschäftsführer Koch aber damit rechnen, schon im nächsten Jahr erneut eine Wahl bestehen zu müssen und so appellierte er schon jetzt an alle nichtdeutschen Wählerinnen und Wähler in Hessen, sich in Deutschland ehrenamtlich zu engagieren: "Die Gesellschaft braucht Mitstreiter, die CDU braucht Mitstreiter." Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sollte doch langsam noch der letzte volkstreue Unionsanhänger begriffen haben, daß er in der CDU keine Heimat mehr hat und, daß es in Zukunft gilt, den rechten Flügel im Land endlich stark zu machen, so stark, daß Hessen auch für die nächste Generation Deutscher noch Heimat ist und bleibt.

Jörg Krebs
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