07.08.2008
Bericht
"Wortbruch" schrieen die selbsternannten bürgerlichen Parteien CDU und FDP, als die Tage bekannt wurde, daß sich die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti mit den SED-Erben von der "Linkspartei" zu einem Gespräch treffen will. Der normal politisch Denkende muß darauf unweigerlich die Frage stellen, seid ihr denn nicht alle ein bißchen "Lügilanti"? Wie oft haben denn Politiker von CDU und FDP in der Vergangenheit schon ihr Wort gebrochen? Hat diese systematisch betriebene Wählertäuschung nicht vielmehr längst Methode? Die Lüge ist zu einem festen Bestandteil in der Politik aller etablierten Blockparteien geworden, und ihre Verfechter sitzen nur dank der immer weiter um sich greifenden Lethargie breitester Volksschichten seit Jahrzehnten in den Schlüsselpositionen dieser sogenannten Republik.
Die Sache des Volkes ist dieser Staat allerdings schon lange nicht mehr, längst haben internationale Wirtschaftskonglomerate das Sagen und willfährige und nur auf den persönlichen Vorteil bedachte Politgaukler führen aus, was die Hochfinanz vorgibt. Der eigentliche Souverän, das Volk, bleibt dabei auf der Strecke. Solange aber eben diesem Volk der Wille zu einer wirklichen Veränderung fehlt, solange es Hartz-IV-Armut, Rentenbetrug, Benzin- und Lebensmittelpreis-Abzocke schafsgeduldig hinnimmt, solange können die Wortbrecher der Republik ungeschoren weiter ihr Scherflein ins Trockene bringen, heißen sie nun Ypsilanti, oder Koch, oder Merkel, oder Lafontaine. Das größte Unrecht begehen nicht die, die es anwenden, sondern jene, die es dulden. Höchste Zeit also, dem notorischen Wortbruch ein Ende zu bereiten, die Wortbrecher von ihren Thronen zu stürzen und in die politische Wüste zu verbannen.
Jörg Krebs
Bericht