30.12.2008
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Finanzkrise: Geldblasen ohne Bodenhaftung
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Zur Hauptseite wechselnAber: Transfusionen für die Hochfinanz sind kontraproduktiv
Ein Grundübel unseres Wirtschaftssystems ist das um ein Vielfaches schnellere Wachstum des Finanzsektors gegenüber dem der Realwirtschaft. Die „heimatlosen“ Geld- und Wertpapiermassen verlieren immer mehr ihre Verankerung in realen Werten, sodaß nach den Regeln der Logik ihre weitgehende Entwertung unvermeidbar ist.
Vieles deutet darauf hin, daß der Zeitpunkt hierfür jetzt gekommen ist. Obwohl angesichts eines solchen Armageddons auf den weltweiten Finanzmärkten das Erkennen der negativen Folgeerscheinungen für die Realwirtschaft keiner prophetischen Weitsicht mehr bedurfte, kümmerte sich die etablierte Politik in geradezu beeindruckender Unlogik nicht schnell um präventive antizyklische Maßnahmen für die produzierende Wirtschaft, sondern zuallererst um die Bluttransfusion für die Leiche Hochfinanz.
Diese Bluttransfusion nennt sich in Deutschland „Finanzmarktstabilisierungsgesetz“ und soll über dessen Sonderfonds, die SoFFin, ausgereicht werden und bürgt nicht allein für den Interbankenkapitalverkehr, sondern auch für faule Kredite und Wertpapiere. Entgegen den regierungsamtlichen Beteuerungen, die man getrost auch Lügen nennen könnte, führt das Rettungspaket aus dem SoFFin nicht zu günstigeren Konditionen für Unternehmen, sondern zu dem Ergebnis, daß die Banken zuforderst ihre Kernkapitalquoten anheben.
ro
Bericht