06.02.2009
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Folge der Finanzkrise: Hessische Wirtschaft bricht ein
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Zur Hauptseite wechselnDas Statistische Landesamt Hessen teilte heute in Wiesbaden mit, daß die hessische Wirtschaft zum Jahresende regelrecht eingebrochen sei. Betroffen seien vor allem die Autoindustrie, der Maschinenbau und die chemische Industrie. Im Hinblick auf die Entwicklung des Außenhandels spricht die Behörde gar von einem „dramatischen Einbruch im November“ des vergangenen Jahres. Da aber gerade die Exporte inzwischen beinahe die Hälfte der Umsätze ausmachen, und daher bisher eine Art Konjunkturstütze waren, stellt sich die Talfahrt der hiesigen Wirtschaft noch weit dramatischer dar. Die Auftragseingänge, die als Frühindikator gelten, deuten laut Landesamt „auf eine deutlich negative weitere Entwicklung hin“.
So seien die realen Auftragseingänge im vierten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 14 Prozent zurückgegangen. Die Inlandsaufträge verringerten sich um 18 Prozent und die Auslandsaufträge um zehn Prozent. Im ersten und zweiten Quartal hatte es noch Zuwachsraten von 4,3 und 3,5 Prozent gegeben. Im dritten Quartal gab es bereits einen Rückgang von 2,4 Prozent. Die metallerzeugenden und metallbearbeitenden Betriebe mußten im vierten Quartal einen drastischen Einbruch von 48 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen von 28 Prozent verkraften. Die Aufträge im Maschinenbau gaben um 24 Prozent und jene im Kraftwagensektor um 22 Prozent nach. Im übrigen zog die Inflationsrate in Hessen im vergangenen Jahr deutlich auf 2,8 Prozent an, nachdem sie im Jahr 2007 noch bei 2,2 Prozent gelegen hatte.
Jörg Krebs
Bericht