18.02.2009
Lesezeit: etwa 2 Minuten
Jetzt erst recht: OPEL zurück in deutsche Hände!
»
Zur Hauptseite wechselnDie deutsche Firma OPEL – 1899 gegründet – war einmal einer der ältesten und größten deutschen Automobilhersteller. Die Firma wurde jedoch im Weltwirtschaftskrisenjahr 1929 (welche Ironie des Schicksals!) für den – auch für damalige Verhältnisse – lächerlich niedrigen Preis von 33,4 Millionen Dollar an GENERAL MOTORS (GM), USA, verkauft. Die ihre Firma verkaufenden Gebrüder Opel hatten sich jedoch im Kaufvertrag zusichern lassen, daß die Firma OPEL als selbständiger Automobilhersteller erhalten bleibt.
Die kurz vor der Pleite stehende Konzern-Mutter GENERAL MOTORS will nun am heutigen Mittwoch ihr Sanierungskonzept vorstellen. Wie bereits vorauszusehen war, hat die Finanzspritze der US-Regierung nicht geholfen, weshalb hinter vorgehaltener Hand von Massenentlassungen am Hauptwerk in Rüsselsheim, aber auch den Standorten in Bochum, Eisenach und Kaiserslautern die Rede ist. Vereinzelt wird sogar über Werksschließungen spekuliert. Zu schwer wiegen offenbar die Verluste von GM, die im Jahr 2007 bei 38 Milliarden Dollar lagen, wobei im letzten Jahr weitere Milliardenverluste hinzukamen.
Wenn nun seitens einiger Bundesländer erneut signalisiert wird, daß man bereit wäre bei OPEL einzusteigen, dann darf dieses deutsche Geld zur Unterstützung und zum Erhalt des Traditionsunternehmens OPEL nur unter der Bedingung eines Rückkaufs von OPEL in deutschen Besitz fließen. Nur dadurch allein wäre es möglich, die jetzt noch knapp 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Wobei weitere Tausende Arbeitsplätze bei Zulieferern davon direkt mit betroffen sind.
Keinesfalls darf es etwa die hessische CDU/FDP-Regierung so handhaben, wie es seinerzeit im Falle der IKB-Bank gehandhabt wurde. Hier wurden bekanntlich zunächst einmal 10 Milliarden deutsches Geld verschwendet, um dann die Bank für lächerliche 100 Millionen Euro an den US-Investor LONESTAR zu verscherbeln. Von dem für die Vertreter der etablierten Blockparteien überaus peinlichen COMMERZBANK-Desaster einmal ganz zu schweigen.
Verantwortungsbewußte deutsche Politiker müssen in der heutigen kritischen Situation in erster Linie bestrebt sein, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Deshalb muß das Land Hessen, aber auch die Bundesregierung, für die Firma OPEL einstehen. Sicher würden auch namhafte deutsche Firmen ihre Unterstützung anbieten, wenn die etablierte Politik nun endlich einmal Nägel mit Köpfen machen und unsere hart erarbeiteten Steuergelder nicht nur einigen weltweit agierenden „deutschen“ Zocker-Banken in den nimmersatten Rachen werfen würde. Auf jeden Fall müssen die OPEL-Arbeitsplätze in Deutschland auf Dauer gesichert werden.
Wir Nationaldemokraten fordern aus nationaler und sozialer Verantwortung gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung den Kauf der ehemaligen deutschen Erfolgsfirma OPEL, falls sich nun endlich eine Gelegenheit dazu bieten sollte! Jetzt sind weniger die wohlfeilen Kraftsprüche des CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch gefragt, dessen Wort sich in der Vergangenheit schon so oft als nicht bruchfest erwiesen hat, sondern jetzt müssen endlich greifbare Taten her. Schließlich geht es um das Schicksal Tausender Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Familien.
Jörg Krebs
Bericht