23.02.2009
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Wirtschaftskrise zieht immer weitere Kreise in Hessen
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Zur Hauptseite wechselnNach OPEL nun auch VW direkt betroffen
Die derzeitige Wirtschaftskrise, die nach Meinung vieler renommierter Experten ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht hat, zieht auch im Hessenlande immer weitere Kreise. Nachdem die Zukunft des OPEL-Hauptwerkes in Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau) offenbar auf der Kippe steht, scheint auch das VW-Werk in Baunatal (Kreis Kassel) nach einem massiven Absatzeinbruch zunehmend in Schieflage zu geraten. So hat am heutigen Montag für einen Großteil der Belegschaft des VW-Werkes in Baunatal eine zunächst fünftägige Kurzarbeitszeit begonnen. Überhaupt ist dies das erste Mal seit 25 Jahren, daß es bei Volkswagen Kurzarbeit gibt. Grund für die Kurzarbeit ist ein dramatischer Einbruch der Nachfrage nach Automobilen der Marke VW, weshalb der Autobauer für 2009 mit einem Minus beim Absatz von 10 bis 12 Prozent rechnet. Dabei hatte Europas größter Automobilhersteller noch im Jahr 2008 einen Absatzrekord erzielt und zwar gegen den Branchentrend.
Inzwischen bekommt allerdings auch dieses deutsche Traditionsunternehmen die Auswirkungen der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 1929 zu spüren. So mußte die Geschäftsleitung des Baunataler Volkswagen-Werks bereits Anfang Dezember 2008 mitteilen, daß die zum Jahresende auslaufenden Verträge von rund 430 Leiharbeitern nicht verlängert werden. 140 Leiharbeiter sollen demnach voraussichtlich noch bis März dieses Jahres weiterbeschäftigt werden, etwa 80 bis September 2009. Danach ist allerdings Schluß mit lustig. Alles in allem also keine rosigen Aussichten für die hessischen Beschäftigten der Automobilindustrie. Zumal das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon ausgeht, daß der von immer mehr Unternehmen praktizierten Kurzarbeit ab etwa Mitte des Jahres die massenhafte Entlassung dieser Kurzarbeiterinnen und –Arbeiter folgen wird.
Wir Nationaldemokraten fragen uns: Was ist nun mit den vollmundigen Versprechungen der hessischen CDU, die noch vor wenigen Wochen im Wahlkampf zehntausendfach die Worte „In Zeiten wie diesen, kämpfen wir um jeden Arbeitsplatz“ im Hessenlande plakatieren ließ? Diese markigen Worte helfen jetzt nämlich weder den OPEL-Mitarbeitern in Rüsselsheim, noch den VW-Beschäftigten in Baunatal.
Jörg Krebs
Bericht