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24.04.2009

Lesezeit: etwa 2 Minuten

„Rengshausen bleibt bunt?“

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Am 21. April fanden sich ca. 70 Menschen im Bürgerhaus in Rengshausen ein, um sich von selbsternannten "Experten" über das Thema Rechtsextremismus zu informieren. Inhalte dieser Veranstaltung sollten die Strategien und Dresscodes der „Rechten“ sein. Herr Stephan Bürger thematisierte "Rechtsextremismus" im Schwalm-Eder-Kreis, Hersfeld-Rothenburg und Kassel, wobei innerhalb der letzten 10 Jahre fünf nennenswerte Geschehnisse zu verzeichnen waren. Zwei dieser fünf Ereignisse waren Grillfeiern. Dies ist besonders schockierend in einem Gebiet das über eine halbe Millionen Menschen einschließt.

Danach präsentierte er einen Projektplan zu präventiver Bekämpfung von freier Meinungsbildung Jugendlicher im Schwalm-Eder-Kreis. Es ist fragwürdig wie viel Steuergelder dort verschwendet werden. Anstatt mit diesem Geld die herrschende Kinderarmut im Schwalm-Eder-Kreis zu bekämpfen oder die Tafeln zu unterstützen, gibt man unnütz es für künstlich herbeigerufene "Probleme", die real gar nicht existieren aus.

Danach folgten die Dresscodes, woran man selbstverständlich jeden "Rechtsextremist" auf einen Blick festmachen kann. Die Tatsache, daß die Präsentation von "Symbolen und Zeichen" schon mindestens über 15 Jahre alt ist, stellt das Auftauchen dieser Symbole in der Öffentlichkeit auch ehr als eine Rarität dar.

Wie sehr dies von den Menschen verinnerlicht wurde zeigt auch der Zeitungsartikel der HNA zu dieser Veranstaltung. In dieser heißt es ein oft verwendetes Symbol sei der "Sternenkranz". Dies soll wahrscheinlich die Verbundenheit zur EU zum Ausdruck bringen.

Interessant ist auch die Beschreibung der Kleidermarke „Consdaple“. Laut HNA möchte Consdaple nichts mit der "Szene" zutun haben und wehrt sich gegen Vorwürfe. Allerdings ist Consdaple die Marke, welche als Reaktion auf die „Anti-Rassismus-Kampangen“ der großen Sportbekleidungsfirma Londsale, von "Rechten" gegründet wurde.

Zu Ende der Veranstaltung begann eine rege Diskussion, in der auch Jugendliche aus dem Ort zu Wort kamen. Die Jugendlichen konfrontierten Bürgermeister Müller mit ihren alltäglichen Problemen mit ausländischen Jugendlichen. Sie beklagten sich darüber hier auf den Straßen als "scheiß Deutsche" beschimpft zu werden und das die hier lebenden Ausländer wenig zu einer Integration in Deutschland beitragen, wenn sie sich ausschließlich als Türken sehen und hier somit in keiner Verpflichtung und Verbundenheit zu Deutschland stehen.

Den Aussagen, daß die Jugendlichen auf der Straße kaum eine Möglichkeit offen steht für ein friedliches Zusammenleben mit den ausländischen Jugendlichen wich der Bürgermeister immer wieder aus. Immer mehr Menschen kamen zu Wort, es begann abschließend eine Diskussion, welche die gesamte Veranstaltung aufwühlte. Dies führte am Ende auch zu einem Denkanstoß, ob „Rechtsextremismus“ im Knüllwald das wirkliche Problem ist, was es gilt präventiv zu bekämpfen.

David Giesler
Bericht
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