12.05.2009
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Erhöhung der Praxisgebühr? - Der Volksbetrug nimmt kein Ende!
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Zur Hauptseite wechselnAls ob die Deutschen durch allerlei Reförmchen in den letzten Monaten nicht schon genug geschlaucht worden wären, soll jetzt laut Aussage des Chefs der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Leonhard Hansen, die Praxisgebühr erhöht und darüber hinaus bei jedem Arztbesuch fällig werden. Ein Schlag ins Gesicht für jeden, der sich Tag für Tag abmüht und dennoch immer weniger in der Tasche hat.
Besonders widerlich ist vor allem die Begründung, mit der der Vorstoß untermauert werden soll: Die Hemmschwelle, ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, sei noch immer zu niedrig. Man glaubt seinen Augen nicht, wenn man solch menschenverachtenden Unsinn zu lesen bekommt. Gute Patienten sind wohl nur die, die trotz Krankheit den Arzt meiden und hohe gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen, um so der Gemeinschaft nicht zur Last zu fallen. Die Denkart dieses Herrn ist die Grundidee des Liberalkapitalismus, der in der BRD die ausschlaggebende Ideologie darstellt: Nur der ist von Wert, der noch ausbeutbar und dessen Arbeitsleistung noch in reinen Profit umwandelbar ist.
Kostensenkung scheint auch um den Preis der Gesundheit das Mittel der Wahl zu sein. Man solle Krankheiten lieber aussitzen und warten, daß es besser wird und nur wenn man den Kopf schon unter dem Arm trägt, sollte man den Arzt vielleicht doch konsultieren. Jede Reform, jedes Konzept, welches in den Denkstuben des Systems ausgetüftelt wird, hat die Profitmaximierung auf Kosten der Gemeinschaft zur Grundlage.
Durch eine Erhöhung bzw. Ausdehnung der Praxisgebühr soll nun dafür gesorgt werden, daß ein Jeder intensiv prüfe, ob der Arztbesuch wirklich notwendig und nicht aufschiebbar sei. Auch Ärzte machen sich an der derzeitigen Situation nach Hansens Auffassung mitschuldig, da sie die Patienten nach der Behandlung oftmals erneut bestellten. Qualitativ hochwertige und exakte Behandlungen werden hier dem kalten Kostenkalkül geopfert.
Dieser kranken Ideologie der Profitmaximierung und des Volksbetruges stellt die NPD als Systemalternative eine gänzlich andere, am Gesundheitsbedürfnis des Menschen und der Gemeinschaft orientierte Gesundheitspolitik entgegen. Unserer Auffassung nach müssen alle Wirtschafts- bzw. Versorgungsbereiche, die im existenziellen Interesse eines jeden Deutschen liegen, in Staatshand überführt werden, so auch das Gesundheitswesen, genauer die Krankenkassen. Die über 250 verschiedenen bestehenden Kassen sind unnötig und darüber hinaus teuer. Ein Großteil der Krankenkassenbeiträge fließt in die Gehälter der Vorstände und unsinnige Werbemaßnahmen. Dies kann nur als Zweckentfremdung bezeichnet werden. Bei der von der NPD geforderten Reduzierung auf eine für alle Deutschen verantwortliche Kasse wären sämtliche Werbekampagnen hinfällig und übrig bliebe lediglich ein Vorstand.
Durch die verpflichtende Mitgliedschaft in dieser für alle Deutschen zuständigen Gesundheitskasse würde auch die Finanzierung auf eine breitere und damit solidere Grundlage gestellt. Anstatt mithilfe von kuriosen Rechnungen zugrunde liegenden Budgetrestriktionen die Kosten auf der Nachfrageseite zu reduzieren, sollte darüber nachgedacht werden, wie sachfremde Kosten auf der Angebotsseite eliminiert werden können.
Da unser Sozialversicherungssystem für Deutsche konzipiert worden ist, müssen Ausländer aus dem Sozial- und Krankenversicherungssystem ausgegliedert werden. Auch die Sozialabkommen mit dem Ausland müssen aufgekündigt werden, nach denen Angehörige hier lebender Fremder in ihrem Heimatland mitversichert sind.
Ferner sind auf der Grundlage staatlich genehmigter Kalkulationen einheitliche Bezeichnungen und verbindliche Preise für gleiche Medikamente einzuführen. Darüber hinaus dürfen nur noch erwiesenermaßen sinnvolle und gesundheitsfördernde Präparate verschrieben werden. Dies ist mit einer Positiv-Liste kostengünstiger und medizinisch sinnvoller Medikamente zu gewährleisten.
Auch die Einführung eines Krankenversicherten-Hefts (u.U. auch in digitaler Form) würde dazu führen, daß kostenintensive und sinnlose Mehrfachuntersuchungen unterbleiben, Diagnosen schneller und exakter gestellt und Unverträglichkeiten vermieden werden können.
Eine Akzentverschiebung von Symptombekämpfung zur Krankheitsverhinderung muß dringend umgesetzt werden. Dies ist aus menschlicher Sicht geboten, da mittlerweile die Möglichkeiten bestehen, Krankheiten im Vorhinein zu erkennen und die Ursachen vieler Erkrankungen frühzeitig ausgeschaltet werden können. So könnte viel Leid erspart werden. Auch aus Kostengründen ist dies zu befürworten, denn die Vorbeugung einer Krankheit ist immer günstiger als ein langwieriger Heilungsprozeß mit unzähligen Risiken und Komplikationen. Dies ist nur ein kurzer, nicht erschöpfender Möglichkeitenkatalog, wie das deutsche Gesundheitswesen so umgebaut werden kann, damit es seinen Namen wieder verdient. Die einseitige Schröpfung der Versicherten darf jedenfalls nicht das Mittel der Wahl sein. Vorher müssen auf der Gegenseite sämtliche Optionen hinreichend ausgeschöpft werden.
Das Gebot der Stunde heißt: Gesunderhaltung statt Krankheitsverwaltung. Daher ist eine Umstrukturierung des deutschen Gesundheitswesens vorzunehmen, welches die Vorbeugung von Krankheiten ins Zentrum rückt. Aber wenn es zu Erkrankungen kommt, ist es das Unmenschlichste, zu fordern, die Erkrankten mittels Kostenerhöhungen vom Gang zum Arzt abzuhalten.
Ein menschenfeindliches System zeigt wieder einmal sein wahres Gesicht.
Bericht