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19.06.2009

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Muß man Opel heißen, um unterstützt zu werden?

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Dieser Tage wird nahezu in jeder bundesdeutschen Nachrichtensendung über die Streikaktivitäten deutscher Studenten berichtet. Vom 15.-19. Juni 2009 streiken Tausende Studenten in Deutschland für bessere Bildungsbedingungen. Der Großteil ihrer Forderungen ist richtig, ob der Streik das sinnvollste Mittel zur Durchsetzung der gerechtfertigten Ziele sein wird, mag bezweifelt werden.


Mitteilung für die Presse

Auch die NPD wendet sich vehement gegen die Umstrukturierung existenziell notwendiger Lebensbereiche wie des Bildungssektors ausschließlich an den Geboten des freien Marktes. Wir lehnen ab, daß der Staat sich mittels Studiengebühren, Privatisierungen und der Übertragung der Gesetzgebungskompetenz zunehmend auf die EU-Ebene immer mehr aus seiner ureigenen Verantwortung stiehlt. Ein weiterer Skandal, der von den Verantwortlichen des BRD-Systems unwidersprochen hingenommen wird, ist der steigende Einfluß privatkapitalistischer Konzerne auf die Strukturen und Lehrinhalte bundesdeutscher Bildungseinrichtungen. Die Studenten sollen nur noch betriebswirtschaftlich und nach Kosten-Nutzen-Kalkül ausgebildet werden, nicht mehr nach dem umfassenden Humboldtschen Allgemeinbildungsethos.

Studiengebühren führen dazu, daß die soziale Herkunft weiterhin einen überdurchschnittlichen Einfluß auf den Bildungserfolg der Jugendlichen und Heranwachsenden hat. Der Bildungserfolg ist hierzulande so stark abhängig vom Geldbeutel der Eltern wie nirgends sonst auf diesem Planeten. Nicht einmal in den liberalkapitalistischen USA ist die Korrelation zwischen Einkommen und Beruf der Eltern und den Bildungschancen der Kinder so hoch wie in der BRD.

Privatisierungen im Bildungssektor haben zur Folge, daß die Lehrpläne und Lernstrukturen nicht mehr im Sinne des Gemeinwohls, sondern am Interesse und den Anforderungen von Großkonzernen ausgerichtet werden. Zunehmend sind Unternehmensvertreter in den Bildungsausschüssen der Universitäten vertreten. Unis sind immer stärker von finanziellen Zuwendungen abhängig, ein gefundenes Fressen für die um Einfluß buhlenden Konzerne. Die maßgebliche Hochschulpolitik wird mittlerweile nicht mehr in den Ländern und schon gar nicht auf Bundesebene gemacht, sondern wurde auf die EU-Ebene verlagert. Das Brüsseler Bürokratie-Monster diktiert uns die Politik, und der deutsche Michel nickt ab. Und alles auf Kosten der Jugend, also der Zukunft unseres Volkes.

Diese Internationalisierung des Hochschulwesens geht mit einer Zerstörung der vorbildlichen deutschen Hochschullandschaft und der Nivellierung auf ein nicht wünschenswertes Mittelmaß einher. Der so genannte Bachelor-Abschluß und die damit verbundene Abschaffung des Diploms führen zu einer Verkürzung der Studiendauer ebenfalls aus Kostengründen und zu einer Senkung des Ausbildungsniveaus. Hintergrund dieses bildungspolitischen Amoklaufs gegen das ehemalige Volk der Dichter und Denker ist das so genannte Bologna-Abkommen, in welchem 40 europäische Länder sich verpflichtet haben, zweistufige Hochschulabschlüsse einzuführen, um so die räumliche Mobilität der Studenten zu erhöhen. Auch hier ist ganz offensichtlich der Bevölkerungsaustausch das Ziel, die von klein auf praktizierte Herabsetzung des Bildungsniveaus die Methode.

Wir als nationale und soziale Systemalternative fordern eine Abkehr von der am Profit von Großkonzernen ausgerichteten Bildungspolitik. Auch in der Bildungspolitik muß der Mensch im Mittelpunkt stehen. Forcierung der Allgemeinbildung, nach Leistung differenzierte Lernstrukturen und mehr staatlicher Mitteleinsatz als Garanten für eine erfolgversprechende Ausbildung sind die bildungs- und hochschulpolitischen Säulen, die die NPD anstrebt. Aber im Gegensatz zu großen Konzernen, deren Rettung Merkel und Co. plötzlich als systemrelevant erscheint, verfügen Schüler und Studenten bisher über keine Lobby, sodaß deren Forderungen beim Kartell der Systemparteien ohne Widerhall verpuffen werden.

NPD-Pressestelle

 

 

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