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22.06.2009

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Freie Gewerkschaften?

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In den Satzungen des DGB steht ein Satz, der sinngemäß in allen Satzungen seiner Satelliten ebenso steht: „Der DGB und seine Einzelgewerkschaften verstehen sich als politisch freie Gewerkschaft (...)“ Ein an sich positiv zu bewertender Satz, da es im weiteren Verlauf heißt: „die zu vertretenden Arbeitnehmerinteressen in der Politik durchzusetzen, ist die primäre Aufgabe des DGB“.

Doch was daraus geworden ist, ist nicht die Vertretung der Arbeitnehmer, sondern eine Verteidigung des herrschenden Systems mit linkem Einschlag. In den Strukturen sind die Gewerkschaften genauso einbetoniert wie in ihrer Meinung.

Um nur zwei Beispiele zu nennen:

- Seit 30 Jahren fordern sie die Umlagefinanzierung für Ausbildungsplätze.

- Seit 20 Jahren fordern sie den Mindestlohn.

Die Umsetzung fehlt bis heute, nur Phrasendrescherei und immer dieselben Parolen. Sie reden von Demokratie und Mitbestimmung, doch im Grunde geht es den Funktionären nur um eins: Ihre Macht zu sichern, auch wenn die Arbeitnehmer ganz andere Dinge umtreiben. Nationales Gedankengut soll ausgeschlossen werden, man gibt sich „multikulturell“ und „weltoffen“. Die Mitglieder der Gewerkschaften strafen diese von Jahr zu Jahr neu ab, die Mitgliederzahlen zeigen in den Keller. Jahr für Jahr gehen den Gewerkschaften Tausende Arbeitnehmer verloren, sodaß man sich fragen muß, wo die Legitimation bleibt, die Interessen der deutschen Arbeitnehmer zu vertreten.

Umfragen in den Betrieben zeigen eindeutig, daß auch hier der Gedanke „Deutschland zuerst“ nicht nur am Rande gedacht wird, sondern weit verbreitet ist. Doch wie gehen die Gewerkschaften mit dieser Thematik um? Sie versuchen sich in „Aufklärung“, erklären, daß es in einer globalen Wirtschaft nicht anders gehe, und man sich in Deutschland doch nur noch mit Schadensbegrenzung beschäftigen könne. Doch komischerweise geht es in anderen Ländern Europas auch. Frankreich hat nicht umsonst seinerzeit Sanofi Kredite in Milliardenhöhe gegeben, um das deutsch-französische Unternehmen Aventis ganz in französische Hand zu bekommen. Warum geht das in Deutschland nicht?

Aber die wichtigere Frage in diesem Zusammenhang ist die, „wie verhalten sich die Gewerkschaften?“ Stehen sie wirklich für ihre Mitglieder und die Interessen der deutschen Arbeitnehmer? Auf dem ersten Blick vielleicht ja, doch wenn man hinter die Fassade schaut, kann man sehen wie es wirklich ist. Um beim Beispiel Aventis zu bleiben, mußte man feststellen, daß die Arbeitnehmer in Deutschland geschlossen gegen eine Fusion waren. Doch was macht die Gewerkschaft im Aufsichtsrat? Sie stimmt der Fusion zu, nicht wegen der Vorteile für die Arbeiter, nein, sondern allein für die Machtstellung, daß man nun vier statt zwei Aufsichtsratssitze bekommt, um dann angeblich besser die Interessen der Arbeitnehmer vertreten zu können.

Ein weiterer Punkt sind Anträge auf ihren Kongressen und Konferenzen, in denen sie „Position“ gegen politischen Extremismus beziehen wollen, doch dabei gekonnt mit Protokollnotizen und Geschäftsordnungen den linken Extremismus ausblenden. Sollte es aber einer der Delegierten doch wagen, etwas gegen links zu sagen, so wird dieser mit Repressionen abgestraft und es bleibt alles beim Alten.

Anscheinend nehmen sie es fahrlässig in Kauf, die alten linken Kräfte zu stärken, indem sie ihre Politik unterstützen. Ein internes Positionspapier des DGB zur Linkspartei gibt denjenigen Recht, die der Meinung sind, daß der DGB seit seinem Bestehen auf ein Erstarken der politischen Linksextremen gehofft hat. In diesem Papier wird davon geredet, daß man über die Herkunft der „neuen“ Linken hinwegsieht und offensiv mit dieser „Partei“ in der Politik mitmischen möchte, da es in nahezu allen Punkten Übereinstimmung gibt. Daß es sich bei der Linken um nichts weiter handelt, als um die mehrfach umbenannte SED, sollte mittlerweile auch dem letzen Bürger unseres Landes klar sein. Erst recht, nachdem mehrfach Kandidaten der ehemaligen DKP auf ihren Listen aufgetaucht sind. Dies zeigt eindeutig, daß es den DGB-Linken usw. um nichts weiter geht, als die Schaffung einer kommunistischen BRD.

Wenn man dies verklausuliert sagt, so bekommt man zu hören, daß es nur um die Inhalte für die Arbeitnehmer geht und nicht um die politische Ausrichtung einer Partei. Wenn man mit den Linken Politik für Arbeitnehmer machen kann, wäre man als DGB in der Pflicht dies zu tun. Zum Glück sind nicht alle Arbeiter so dumm und so blind und quittieren den Gewerkschaften aufgrund solcher Aussagen ihre Mitgliedschaft. Andere versuchen sich als Rebellen auf den Kongressen und bekommen als Dank die Drohung des Ausschlußverfahrens, wenn sie ihre Anträge nicht zurücknehmen.

Abschließend gilt es nur eins zu sagen: „Wer die Interessen der deutschen Arbeiter mit Füßen tritt, wird am Ende unter ihren Füßen zertreten!“

Ein ehemaliges DGB-Mitglied


Quelle: www.npdfrankfurt.de
 

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