06.08.2009
Düstere Aussichten stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für das kommende Jahr: Mit einem Anstieg von über einer Million Arbeitslosen rechnet das Wirtschaftsinstitut in seiner jüngsten Prognose.
Ab 2010 geht es wieder bergauf:
mit den Arbeitslosenzahlen
Das DIW erwartet, daß die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2010 auf 4,7 Millionen steigen wird. Das wäre eine Million mehr als in diesem Jahr, sagte DIW-Konjunkturchef Christian Dreger. Für 2009 geht Dreger von einer durchschnittlichen Erwerbslosenzahl von 3,7 Millionen aus.
Der Konjunktur-Experte erwartet zwar, daß die deutsche Wirtschaft im laufenden 3. Quartal nicht mehr schrumpfen werde. „Aber es geht nur langsam wieder bergauf“, sagte er, „und das reicht bei weitem nicht aus, um den Absturz zu kompensieren.“ Die Firmen werden darauf reagieren müssen: „Sie werden entlassen und frei werdende Stellen nicht mehr besetzen.“
In das gleiche Horn stößt auch die Bundesagentur für Arbeit. Nach Angaben der Bundesagentur sind derzeit in Deutschland 3,46 Millionen Menschen arbeitslos. Die Nürnberger Agentur erwartet, daß spätestens Anfang 2010 die Vier-Millionen-Marke bei den Arbeitslosen überschritten wird.
Bisher hatte die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt noch nicht so stark erreicht. Vor allem das Instrument der Kurzarbeit hatte einen drastischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen verhindert. Spätestens zum Herbst 2009 wird sich die Wirtschaftskrise aber spürbar auf den Arbeitsmarkt niederschlagen und zu einer Jobkrise führen.