06.08.2009
Die Diskussion um zu niedrige Milchpreise wird nicht erst seit diesem Jahr geführt, sondern kam in den letzten Jahren immer wieder auf – vor allem dann, wenn die Milchpreise dank Weltmarkteinfluß im Keller waren. Doch so drastisch wie momentan schien die Lage lange nicht mehr gewesen zu sein: Unzählige Landwirte stehen auch in Thüringen vor dem Aus.
Deutschland ohne Landwirtschaft?
Die etablierte Politik schaut wie gewohnt tatenlos zu. Landwirtschaft muß statt dessen einem besonderen Schutz unterliegen, da sie, anders als in der Industrie, nicht kurzfristig auf schwankende Preise reagieren kann und Tiere keine normalen Produktionsfaktoren sind, die man bspw. in Kurzarbeit schicken kann. Milchproduktion ist hierzulande mit Preisen von 20 Cent je Liter nicht kostendeckend möglich. Die NPD unterstützt die Forderung vieler Milchviehhalter nach einem garantierten Milchpreis von 40 Cent.
Ursache für den starken Preisverfall ist unter anderem der geringe Weltmarktpreis der Milch, welche von diesem preislich trotz EU-Quotenregelung beeinflußt wird. Eine Ausweitung der Milchquote, welche vor wenigen Tagen wiederholt ins Gespräch gebracht wurde, ist absurd, da dadurch der Preis noch zusätzlich unter Druck gerät, was wiederum noch mehr landwirtschaftliche Betriebe zum Aus zwingen wird. Die NPD steht auf dem Standpunkt, daß überall flächendeckend Nahrungsmittel produziert werden und über kurze Wege in regionalen Kreisläufen vermarktet werden müssen. Die Erhaltung der hiesigen Landwirtschaft ist vor allem auch notwendig, um Arbeitsplätze zu sichern und die Kulturlandschaft zu erhalten. Abwanderung und weitere Verarmung der ländlichen Regionen wären die Folge einer sterbenden Landwirtschaft, was durch die Milchkrise bevorsteht, wenn den Bauern nicht schleunigst mehr gezahlt werden kann.
Der Milchpreis muß sich zudem an nationalen Gegebenheiten orientieren und nicht am Weltmarkt – das Auslaufen der Quotenregelung 2015 würde Milchproduktion in unseren Breitengraden damit fast unmöglich machen, da eine Einflußnahme auf den Preis damit unmöglich wird. Die Abkopplung vom Weltmarkt in Verbindung mit einer nationalen Quotenregelung würde Abhilfe schaffen und langfristig einen Ausweg aus der Krise bewirken. Molkereien und Zwischenhändler müssen ebenfalls mit wirtschaftspolitischen Mitteln dazu gedrängt werden, Landwirten gerechte Preise zu zahlen. Dumpingpreise müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören.
Zur Verwirklichung der längst überfälligen Maßnahmen ist der Austritt aus der EU erforderlich, welchen die NPD seit langem fordert. Die NPD wird sich nach den 30. August auch im Landtag für die Thüringer Bauern und Agrarbetriebe einsetzen und als einzige Partei einen praktikablen und nationalstaatlichen Lösungsansatz zum Thema Milchpreise fordern.
Landwirtschaft gilt es flächendeckend zu erhalten, deshalb am 30. August: NPD in den Landtag!
www.npd-thueringen.de