Nur einen Tag nach der Schießerei in einer Kasseler Kneipe (wir berichteten) fielen in der nordhessischen Stadt erneut Schüsse. Aus einem fahrenden Auto heraus feuerten Unbekannte am frühen Sonntagmorgen auf der A 49 in Kassel mehrere Schüsse auf ein anderes Fahrzeug ab. Zwei der vier Insassen wurden schwer verletzt, zwei weitere erlitten keine Verletzungen. Die Opfer mußten durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus verbracht werden. Während die hessische Polizei genügend Kräfte zusammenbekommt, wenn es darum geht, genehmigte Demonstrationen der nationalen Opposition zu vereiteln, tappt sie im Falle der beiden Schießereien in Kassel völlig im Dunkeln.
Serie von Schießereien in Kassel: Die Polizei ist ratlos
Einziger Anhaltspunkt bei dem neuerlichen Fall ist, daß die Schüsse wohl aus einem dunkelblauen Ford Fiesta - „vermutlich“ ein Modell aus dem Jahr 2008 - mit Korbacher Kennzeichen abgefeuert wurden. Zudem geht die Polizei davon aus, daß mindestens zwei Personen in dem Tatfahrzeug saßen. Im Falle der Kasseler Kneipenschießerei vom Samstag hat die eingeleitete Fahndung nach dem polizeibekannten türkischen Täter bisher offenbar keine Ergebnisse gezeitigt. Vielleicht bemühte sich ein Polizeisprecher auch deshalb heute sichtlich darum, den Verdacht, beide Taten stünden in einem Zusammenhang, umgehend zu entkräften.