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24.08.2009

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Wer im Glashaus sitzt... - Apfel weist Vorwürfe von Landesbischof Bohl zurück - Langjähriger Mitarbeiter der sächsischen NPD-Fraktion war Co-Autor des Papstes

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Der NPD-Spitzenkandidat Holger Apfel hat heute Vorwürfe der evangelischen Landeskirche Sachsen und ihres Landesbischofs Jochen Bohl zurückgewiesen. Bohl hatte vor „neuen Nazis“ gewarnt und behauptet, daß „die Gewalttätigkeit im Umfeld der NPD“ ein Grund dafür sei, „weswegen diese Partei nicht gewählt werden kann“.

Weiter behauptete Bohl, daß „Rassismus, der andere Menschen für wertlos hält“ ein Grund sei, sein Kreuz nicht bei der NPD zu machen.

Bohl äußerte, daß er mit Blick auf den Ausgang der Landtagswahl keine Prognose machen wolle. Angesichts der Europawahl, so Bohl, sei er aber eher optimistisch: „Für die NPD war diese ein Rückschlag, für uns war es der erhoffte Dämpfer.“


Holger Apfel

Dazu äußerte Holger Apfel heute:

„Zuerst einmal muß ich Landesbischof Bohl darauf hinweisen, daß die NPD zur Europawahl gar nicht angetreten ist. Seine diesbezügliche Äußerung verrät aber, daß er sich nicht allzu intensiv mit der NPD auseinandergesetzt zu haben scheint.

Nun aber zum Grundsätzlichen: Es ist eine Unsitte der heutigen Kirchen, sich immer wieder zur Bürgerkriegspartei in dem geistigen Bürgerkrieg namens ‚Kampf gegen Rechts‛ zu machen.

Auch davon abgesehen sind die Vorwürfe von Landesbischof Bohl gegenüber der NPD schlicht und einfach falsch. Die NPD lehnt Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung strikt ab, und das, obwohl unsere Gegner immer wieder militant gegen die Nationaldemokraten vorgehen.

Vollkommener Unsinn ist, daß die NPD angeblich einen Rassismus predigt, der andere Menschen für wertlos hält. Richtig ist vielmehr, daß die NPD im Gegensatz zu den etablierten Globalisierungsparteien die einzige Partei in Deutschland ist, die immer wieder auf den Eigenwert aller lokalen, regionalen und nationalen Kulturen hinweist und die Vielfalt der Kulturen vor der Gleichschaltung und Auslöschung in einer globalen Konsumgesellschaft zu bewahren sucht. Dies hindert uns freilich nicht daran, auch für unser deutsches Volk das Recht auf Heimat einzufordern und gegen die Überfremdung unserer Heimat Stellung zu beziehen. Immer wieder stellen sich beispielsweise auch die Kirchen an die Seite des tibetischen Volkes und kritisieren die von Peking betriebene Überfremdungspolitik durch den massenhaften Zuzug von Han-Chinesen nach Tibet. Es wäre schön, wenn die Kirchen solche deutlichen Worte auch einmal im Falle des deutschen Volkes sprechen würden.“


Karl Richter war Co-Autor
Joseph Ratzingers


Weiter verwies Apfel darauf, daß ein früherer langjähriger Mitarbeiter der sächsischen NPD-Fraktion noch vor gut zehn Jahren als Co-Autor des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger und heutigen Papstes Benedikt XVI. in Erscheinung getreten war. Es handelt sich um den stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Karl Richter, der schon Anfang der 90er Jahre Spitzenfunktionär der Republikaner und Referent des damaligen Europaabgeordneten Harald Neubauer war. Von 2004 bis 2008 war Richter Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der sächsischen NPD-Fraktion. 1998 schrieb einen Aufsatz über Richard Wagners Rolle im Dresdner Maiaufstand 1848 zu dem im Grazer „Aula-Verlag“ erschienenen Sammelband „1848 – Erbe und Auftrag“ beigesteuert hatte. Im gleichen Buch hatte auch Joseph Ratzinger einen 17-seitigen Aufsatz über das Thema „Freiheit und Wahrheit“ veröffentlicht.

Herausgeber des Buches war Jürgen Schwab, der Ende der neunziger Jahre für einige Zeit den NPD-Arbeitskreis „Volk und Staat“ beim NPD-Parteivorstand leitete.

Dazu äußerte Apfel:

„Vielleicht überlegt sich Landesbischof Bohl seine radikale Anti-NPD-Haltung ja noch einmal, wenn er erfährt, daß der stellvertretende NPD-Vorsitzende Karl Richter ein Co-Autor des heutigen Papstes war. Wir Nationaldemokraten sind jedenfalls immer gesprächsbereit – wenn Landesbischof Bohl möchte, kann er die NPD-Fraktion im nächsten Sächsischen Landtag gerne einmal besuchen.“

24.08.2009

Arne Schimmer
Stellvertretender Landespressesprecher

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