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05.01.2010

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Gute Ansätze, doch Geld und nachhaltige Strukturen fehlen

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Vom Kampf gegen Fettleibigkeit und Übergewicht

Für national denkende Menschen ist es auch Ehrensache, sich um Wahrung und Hebung der Volksgesundheit zu kümmern. Nur ein gesunder Volkskörper ist in der Lage, den Stürmen der Zeiten den entsprechenden Widerstand entgegenzusetzen. Hinzu kommt ein volkswirtschaftlicher Gesichtspunkt: Die Kosten, die allein durch Adipositas (Fettsucht) hervorgerufen werden, belaufen sich auf 15 bis 20 Milliarden Euro jährlich und damit auf sechs Prozent aller Krankheitskosten, erklärte 2008 Dr. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. Die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, jeder fünfte Bundesbürger sogar stark, bilanzierte ebenfalls vor knapp zwei Jahren das 31. Interdisziplinäre Forum der Bundesärztekammer in Berlin. Die Ursachen sind recht gut bekannt: Über- und Fehlernährung sowie Bewegungsmangel in der Freizeit und im beruflichen Leben.



Negativ-Steigerung gegenüber dem Anfang der neunziger Jahre

Besonders schlimm ist es um die Zukunft eines Volkes bestimmt, wenn Krankheiten wie Adipositas oder auch „nur“ Übergewicht schon im Kindesalter auftreten. Der Bundesgesundheitsbericht für 2007 vermeldete, daß 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Übergewichtigkeit betroffen sind, was einer Steigerung von 50 (fünfzig!) Prozent gegenüber dem Anfang der neunziger Jahre entspricht. Auch die Zahl adipöser Kinder hat sich im selben Zeitraum verdoppelt und betrug um 2007/2008 über sechs Prozent.

Für Mecklenburg und Vorpommern bietet sich bei den Einschülern das nachstehende Bild:

Schuljahr     Untersuchte     Adipositas     Übergewicht
                                             abs.  in %       abs.   in %


2003/2004     12 981*             739   5,7         1533  11,8
2004/2005     12 830              779   6,1         1744  13,6
2005/2006     13 580              812   6,0         1737  12,8
2006/2007     13 460              737   5,5         1606  11,9
2007/2008     12 346              640   5,2         1440  11,7
2008/2009     12 662              598   4,7         1494  11,8

* Zahlen aus einer Kleinen Anfrage der NPD-Landtagsfraktion, Drucksache 5/2952

Kombinierbares Kinderturngerät Greifswald nur in 18 Kitas genutzt

Interessante Projekte, um der verhängnisvollen Entwicklung entgegenzusteuern, gibt es auch im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Nur basieren sie entweder auf Freiwilligkeit, sind sie von örtlichen Vereinsstrukturen abhängig oder es ist einfach nicht genügend Geld vorhanden, um die tatsächlich verheißungsvollen Programme in einem höheren Maße zu stützen. Ein beredtes Beispiel bietet das Kombinierbare Kinderturngerät Greifswald – KTG – (ihm widmeten wir uns bereits näher in einem Beitrag vom 27.10.2009). Wie eine Kleine Anfrage (Drucksache 5/2951) der Schweriner NPD-Landtagsfraktion ergab, wird das KTG zur Zeit in 18 Kindertageseinrichtungen genutzt und zwar in Altentreptow, Anklam, Demmin, Faulenrost, Friedland, Holzendorf, Lühmannsdorf, Mesekenhagen, Mirow, Neubrandenburg (6 KTGe), Neustrelitz, Trassenheide und Weitenhagen. „Darüber hinaus werden landesweit in einigen Kindertagesstätten noch Geräte genutzt, die bereits vor 1990 angeschafft wurden“, wobei die Landesregierung zu den Standorten keine Angaben machen kann.

„Kampf gegen Rechts“ statt Ausweitung guter Projekte

Die Gesamtkosten, die sich das Innenministerium und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur teilten, beliefen sich auf knapp 70.000 Euro (die Anschaffung eines KTG kostet laut Hersteller 3.787,18 Euro). In Mecklenburg und Vorpommern gibt es momentan etwas über 1000 solcher Tagesstätten, womit das geniale Gerät nur in einem winzigen Bruchteil der Kitas zur Anwendung kommt. „Eine Ausweitung der Versorgung von Kindertagesstätten mit dem KTG Greifswald ist derzeit nicht absehbar“, heißt es am Ende der Kleinen Anfrage, die das Ministerium für Soziales und Gesundheit beantwortet hat. Wie sollte das Projekt nach den derzeitigen Gegebenheiten auch eine Ausweitung erfahren – auch genanntes Ressort stellte in den Doppelhaushalt 2010/2011 wieder einmal erkleckliche Summen für den (Dauerwahl-)K(r)ampf gegen die nationale Opposition oder für Ausländerbelange ein.

Projekt „Bewegte Kinder“ mit Vereinen verbunden

Das von der Art der Ausführung her derzeit vielversprechendste Projekt nennt sich „Bewegte Kinder“. 2000 ins Leben gerufen, beinhaltet es Kooperationen zwischen Sportvereinen und Kindertageseinrichtungen. Konnten bei Gründung des Projektes 237 Kinder im Alter zwischen 0 und 6 erreicht werden, waren es 2008 über 3.800. Die Zahl der Kooperationen betrug anfänglich sieben und wuchs mit den Jahren auf 170.

Bislang zahlte das Land diese Zuschüsse:

2000 24.811 DM *
2001 62.133 DM
2002 33.222 EUR
2003 29.064
2004 24.150
2005 47.800
2006 47.800
2007 47.800
2008 47.800
2009 47.800

* Zahlen aus einer Kleinen Anfrage der NPD-Fraktion, Drucksache 5/2949

Dennoch ist diese an sich lobenswerte Zusammenarbeit von den Strukturen bzw. Kapazitäten der Vereine abhängig. Eine nachhaltigere Wirkung könnte womöglich mit dem oben genannten Kinderturngerät erreicht werden, da es in der Kindereinrichtung deponiert wird und der Zugriff somit jederzeit gewährleistet ist.

Forderung bleibt: Drei Schulsportstunden pro Woche

Einen weiteren landesseitigen Ansatz bildet das Kooperationsprogramm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“. Es „stellt mit seinen flächendeckenden und an den Interessen der Schülerinnen und Schüler orientierten Sportangeboten eine wertvolle Ergänzung zum Schul- und Vereinssport dar“, heißt es in der Antwort auf eine weitere Kleine Anfrage (Drucksache 5/2950) der NPD. „Eine Verpflichtung oder teilweise Verpflichtung“ – und genau hier beginnt das Problem – „zur Teilnahme besteht nicht“. Um so wichtiger wäre es, schulartenunabhängig drei Wochenstunden Sportunterricht durchzusetzen, wie es die volkstreue Fraktion in Schwerin bislang zweimal mit Anträgen gefordert hat, die von den „Demokraten“ in der üblichen selbstgefälligen Manier abgelehnt wurden. Dennoch werden auch die Nationalen im Norden Mitteldeutschlands in ihren Bemühungen um eine Hebung der Volksgesundheit nicht nachlassen, wenngleich auch dies ein steiniger Weg ist.

Quelle: www.npd-mv.de
 

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