Kurioses gibt es wieder einmal von der hessischen SPD-Landtagsfraktion zu berichten. Diese hatte in einem Antrag ein „Handgeld“ in Höhe von 50 Euro für jeden Ausländer gefordert, der aus Hessen in die Heimat abgeschoben wird. Der Innenausschuß des Landtages in Wiesbaden lehnte dies in seiner gestrigen Sitzung mehrheitlich ab. Der „integrationspolitische“ Sprecher der SPD-Fraktion, Gerhard Merz, bezeichnete die Entscheidung des Gremiums wenig überraschend als „ebenso bedauerlich wie unverständlich“.
Wir meinen, daß dies sehr wohl verständlich ist, denn die Kosten, die durch die Abschiebung von Ausländern auch ohne ein solches „Handgeld“ alljährlich allein im Lande Hessen entstehen, sind auch so schon hoch genug und eine Zumutung für alle steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger. Unverständlich ist allein die Forderung des Herrn Merz und Fraktion. Anstatt sich über mittellose abgeschobene Ausländer Gedanken zu machen, sollten sich die Sozialdemokraten lieber fragen, wie sie dazu beitragen können, das von ihnen mitverschuldete soziale Elend der Hartz IV-Empfänger effektiv zu mildern.