19.01.2010
Die Bevölkerung der Landeshauptstadt Wiesbaden ist alles in allem gesehen nicht gerade begeistert davon, daß die US-Besatzer ihr neues Europa-Hauptquartier in ihrer Stadt errichten wollen. Das hinderte die etablierte Politik gleichwohl nicht daran, diesbezüglich bereits im Vorfeld einen Kotau vor den „US-Boys“ zu machen. So verwunderte es auch wenig, daß sich Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) heute freudestrahlend zum Spatenstich im Stadtteil Erbenheim einfand. Vor allem erhoffen sich die Stadtoberen eine Steigerung der Kaufkraft durch die Stationierung der rund 1.000 Besatzungssoldaten. Daß der Sold, beziehungsweise die Gehälter dieser Soldaten und Zivilangestellten vom deutschen Steuerzahler gezahlt werden, wird dabei gerne außer Acht gelassen.
Jörg Krebs
Zudem blendet die in devoter Grundhaltung gegenüber den USA geübte bundesdeutsche Politelite allzu gerne den Umstand aus, daß dieses Hauptquartier zur Koordinierung derzeit laufender und künftig zu führender Angriffskriege im Nahen und Mittleren Osten dienen wird. Daß der Standort, dessen Bau 89 Millionen Euro kosten und Ende Februar 2012 fertiggestellt sein soll, damit auch zu einem Angriffsziel für Terroristen werden könnte, liegt auf der Hand. Selbstverständlich könnte davon auch die deutsche Zivilbevölkerung betroffen sein, war es bei derlei Anschlägen auf US-Einrichtungen doch stets so, daß vor allem zivile Opfer im Umfeld solcher Anlagen zu beklagen waren. Außerdem stellt sich uns Nationaldemokraten angesichts der Tatsache, daß der zweite Weltkrieg nun schon 65 Jahre vorüber ist einmal mehr die grundsätzliche Frage, mit welcher Berechtigung sich auch heute noch Armeeangehörige der alliierten Siegermächte auf unserem Boden aufhalten.
Jörg Krebs,
NPD-Landesvorsitzender Hessen