Nach etlichen Übergriffen in Bahnstationen und Zügen teilte die Deutsche Bahn (DB) heute in Berlin mit, daß sie auch im Rhein-Main-Gebiet ihr Sicherheitspersonal um etwa zehn Prozent aufzustocken gedenkt. Wie das für Sicherheitsfragen verantwortliche Vorstandsmitglied Gerd Becht mitteilt, sei diese Maßnahme eine direkte Reaktion auf die zahlreichen Vorfälle der jüngsten Vergangenheit.
Immer wieder wurden Fahrgäste gerade in den letzten Monaten Opfer von gewalttätigen Angriffen meist jugendlicher Straftäter mit „Migrationshintergrund“. Zudem ist die Anzahl von Vandalismusschäden in Zügen und Haltestellen im Rhein-Main-Gebiet offenbar sprunghaft angestiegen. Gleiches läßt sich übrigens für die Busse und Bahnen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) feststellen, ohne daß dieser Umstand bisher aber eine ähnliche Reaktion der VGF-Verantwortlichen zur Folge gehabt hätte.
Die Entscheidung der DB ist vor dem Hintergrund der massiv verschärften Sicherheitslage im Frankfurter ÖPNV auf jeden Fall zu begrüßen. Allerdings stellt sich dem kritischen Beobachter zum einen die Frage, warum immer erst dann, wenn tatsächlich etwas passiert ist, also schlimmstenfalls Menschen zu Schaden gekommen sind, entsprechend reagiert wird. Zum anderen bleibt abzuwarten, ob eine zehnprozentige Aufstockung des DB-Sicherheitspersonals überhaupt ausreichend ist, um die Sicherheitslage in den Zügen und S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet spürbar zu verbessern.