15.03.2010
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Die Trümmertruppe von „Gesicht zeigen!“ dreht mal wieder am Rad
Wie heißt es so schön: Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. Ein großes Schattenboxen veranstaltet derzeit mal wieder der Ober-Zwerg des verhinderten Karnevalsvereins „Gesicht zeigen!“, Uwe-Karsten Heye. Die neueste Idee aus der Selbsthilfegruppe für Wahrnehmungsgestörte: Ein „Krisengipfel“ muß her. Ein Gipfel etwa gegen die Regimenter krimineller Unterschicht-Ausländer, die ganze Stadtviertel in Bürgerkriegszonen verwandeln? Nein! Ein Krisenstab angesichts der neuen Dimension linksextremistischen Terrors mit Gaskartuschen-Attentaten und chemischer Kriegsführung? Auch Fehlanzeige. Es geht natürlich mal wieder „gegen rechts“.
Als ehemaliger Regierungssprecher unter Gerhard Schröder weiß Heye natürlich, daß man mit Alarmtrompeterei nur in die Medien kommt, wenn man wenigstens ansatzweise eine Begründung simulieren kann. Bei ihm geht das so: 2001 hätten die Statistiker rund 10.000 rechte Delikte gezählt. Und 2008 habe sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Fertig ist die „Krise“. Angesichts dieser gar fürchterlichen Entwicklung reicht es auch Heye mal, der nicht nur „Gesicht zeigt“, sondern auch noch Chefredakteur der SPD-Parteizeitung „vorwärts“ ist. „Wir brauchen“, verfügt der Genosse, „eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, die über bloße Betroffenheitskundgebungen bei erneuten rechtsextrem motivierten Gewaltexzessen hinausgeht“.
Was passiert aber nun, wenn man einmal in die Sprechblasen über die angebliche massiv steigenden „rechten“ Straftaten hineinsticht? Richtig, es entweicht reichlich heiße Luft. Denn was dem Zeitungsleser oder TV-Konsumenten regelmäßig verschwiegen wird, ist folgendes:
„Bei 82,6% (2007: 83,9%) aller politisch rechts motivierten Straftaten mit extremistischem Hintergrund handelte es sich entweder um Propagandadelikte (14.262 Taten, 2007: 11.935) oder um Fälle von Volksverhetzung (2.173 Taten, 2007: 2.472)“, so wörtlich zu lesen im Verfassungssschutzbericht für das Jahr 2008.
Zu den „Propagandadelikten“ zählen übrigens ausschließlich die Verwendung bzw. Verbreitung von Kennzeichen und Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen nach den Paragraphen 86 und 86a StGB, also z.B. das Kritzeln verbotener Symbole oder das Singen verbotener Lieder. Linke Propagandadelikte gibt es dagegen nicht, das Verwenden von Sowjetsternen, Hammer-und-Sichel-Logos oder Anarcho-Symbolen ist nicht strafbar, das Absingen roter Kampflieder ebenfalls nicht. Auch wegen Meinungsdelikten nach § 130 StGB („Volksverhetzung“) werden Linke eher selten angeklagt, Rechte dagegen oft. Die Steigerung bei den Propagandadelikten ist ebenfalls leicht erklärt. Seit Anfang 2008 werden nämlich auch von Unbekannten verübte Propagandadelikte grundsätzlich statistisch „rechts“ verbucht.
Ach ja, eines darf natürlich auch nicht fehlen: die angeblich 149 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit der Wende – ein „Muß“ im antifaschistischen Alarmgeblöke. Das BKA registrierte für den gleichen Zeitraum 47 Tote, wie BKA-Präsident Jörg Ziercke auf der Bundespressekonferenz am 17. Dezember 2009 mitteilte. Wie kommt es zu einer solchen Differenz? Ganz einfach: Die zahlreichen staatlich alimentierten Antifa-Clubs legen sich beim Zählen nun mal keine künstliche Zurückhaltung auf. Da werden auch schon mal Raubmorde oder unaufgeklärte Fälle der „rechten“ Todesliste hinzugefügt (mehr dazu im Netz unter: http://de.altermedia.info/general/ne-wie-linke-netzwerke-die-wahrheit-verbiegen-080308_13181.html).
Der erneute Vorstoß der Heye-Truppe beruht also – wenn man genau hinschaut – auf einem Fundament aus Lügen, Halbwahrheiten und Statistik-Tricks. Kein Grund, dem Kasper die Bühne für sein Theater zu verweigern. Kein Anlaß für die Medien, die diese Bühne bieten, mal wenigstens einen Hauch von „kritischem Journalismus“ zu vermitteln. Was womöglich daran liegt, daß der Verein „Gesicht zeigen!“ sein Wirken von Anfang an auf Sand gebaut hat. Das gilt bereits für die Gründung vor knapp zehn Jahren durch Heye, Michel Friedman, den damaligen Zentralrats-Vorsitzenden Paul Spiegel und andere. Unmittelbarer Anlaß war ein Sprengstoff-Anschlag auf überwiegend jüdische Emigranten aus Rußland und der Ukraine an einer Düsseldorfer S-Bahn-Station Ende Juli 2000. Das Verbrechen wurde bis heute nicht aufgeklärt.
Kurz vor der WM 2006 trat Heye dann eine hysterische Kampagne um sogenannte „No-go-areas“ los, indem er verlautbarte: „Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde hinzugehen. Er würde sie möglicherweise lebend nicht mehr verlassen.“ Das Getöse platzte mitten in eine von Medien und Politik hochgekochte Raserei um einen angeblich „rassistischen Überfall“ auf einen Paß-Deutschen äthiopischer Herkunft in Potsdam. Ein Vorfall, der sich schließlich als banale Schlägerei unter Betrunkenen herausstellte und bei dem „Rassismus“ nur in der überreizten Phantasie des berufsbetroffenen Gutmenschentums eine Rolle spielte. Für Heye aber die ideale Atmosphäre, um Deutsche gleich städte- und regionenweise als verkappte Totschläger und potentiellen Lynchmob zu denunzieren.
Die „rechte Gefahr“ – oftmals nur ein Phantom, oftmals nur „getürkt und gelinkt“. Um in zeitgeistigen BRD-Renommier-Clubs Karriere zu machen, scheint jedoch eine galoppierende Realitätsverweigerung die Grundvoraussetzung zu sein. „Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn es nicht so viele Initiativen gegen rechts geben würde“, diktiert Uwe-Karsten Heye beschwörend den Hofberichterstattern in die Aufnahmegeräte. Was passiert wäre? Uwe-Karsten, du sollst ja nicht dumm sterben: Es wären viele Millionen Euro Steuergelder eingespart worden, die sinnlos an Blender, Schmarotzer und kriminellen Gossenpöbel gezahlt wurden. Das wäre passiert!
Quelle: www.deutsche-stimme.de