NPD-Landesverband Hessen

16.05.2012

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Griechen können Heft wieder in die eigene Hand nehmen

Die fatale Euro-Politik der Brüsseler Technokraten hat das griechische Parteiensystem in Bewegung versetzt. Aus einem stabilen System wurde über Nacht ein auseinanderdriftendes mit starken linken und rechten Rändern.Die Regierungsbildung ist nun gescheitert, was unweigerlich zu Neuwahlen führen wird. Es ist absehbar, daß bei den voraussichtlich am 17. Juni stattfindenden Neuwahlen linke und nationalistische Parteien noch weiter zulegen werden.

Die bevorstehenden Wahlen geben dem griechischen Volk die Möglichkeit, über den Verbleib in der Euro-Zone und die fortgesetzte Knechtung des eigenen Landes durch die EU abzustimmen. Die Verwerfungen in Griechenland werden immer weit reichender, immer mehr Griechen stürmen die Banken, um ihr verbliebenes Bargeld abzuheben. Allein am Montag wurden über 900 Millionen Euro abgehoben, weil die Angst vor dem Wertverlust umgeht.

Die gleiche Situation, in der sich Griechenland derzeit befindet, steht uns Deutschen noch bevor. Auch auf uns Deutsche wartet eine kaum noch stemmbare Inflation, die die Preise für alltägliche Güter in die Höhe schnellen lassen wird.

Angesichts des von Brüssel verordneten Sparkurses und dem Willen der EU-Finanzminister, die Griechen in der Euro-Zone zu halten, nimmt die Ablehnung unter den Griechen dem Euro und der EU gegenüber massiv zu. Mittlerweile ist jeder fünfte Grieche ohne Arbeit, indes wächst der Schuldenberg weiter. Für das nächste Jahr wird er auf 168 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung prognostiziert. Seit Ende April ist die Auszahlung der Sozialhilfe gestoppt. Eine Woche vor der geplanten Neuwahl, am 10. Juni, wird nicht mehr möglich sein, Gehälter und Renten in voller Höhe zu zahlen.

Die Arroganz und Selbstverliebtheit des griechischen Parteienkartells, sich nicht einmal in Zeiten der größten Krise auf eine gemeinsame Regierung zu einigen, wird sich am 17. Juni aller Voraussicht nach in einem wachsenden Stimmenkonto der nationalistischen Anti-EU-Partei Goldene Morgenröte rächen.

Die derzeitige Situation Griechenlands beweist aufs Neue, daß die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung falsch ist. Trotz milliardenschwerer Bürgschaften und Hilfszahlungen gehen die Griechen dem sicheren Ruin entgegen.

Derweil spielen die Finanzmärkte verrückt, sodaß nicht nur die Steuergelder, sondern auch die Ersparnisse vieler Bürger über den Jordan gehen. Im gleichen Atemzug stieg die Zahl der griechischen Zuwanderer nach Deutschland um 90 Prozent. Deutschland ist also in mehrfacher Hinsicht der Verlierer der Euro-Rettungspolitik.

Ein sofortiger Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone würde für uns Deutsche einmalige Kosten in Höhe von 80 Milliarden Euro bedeuten. Auf diese Höhe würden sich Abschreibungen auf Rettungshilfen und Verluste durch die Targetsalden belaufen. Ein Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und die Fortsetzung der verantwortungslosen Euro-Rettungspolitik kämen uns namhaften Wirtschaftsexperten zufolge erheblich teurer.

Daß Griechenland über kurz oder lang, freiwillig oder gezwungenermaßen, aus der Euro-Zone ausscheidet, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wir Deutschen sollten nicht so dumm sein, so lange zu warten und tatenlos zu verharren, bis der nächste Pleitestaat als Bittsteller auf der Matte steht. Mittlerweile liegen zahlreiche Studien vor, die das Ausmaß eines Verbleibs Deutschlands in der Euro-Zone beziffern. Die Kosten werden im schlimmsten Fall auf 5 Billionen Euro geschätzt.  

Da das Lager der Geberländer immer schmalschultriger wird, wir Deutschen dadurch einen immer größeren Teil der Rettungspakete zu tragen haben werden, kann nur ein Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone und die Rückkehr der Deutschen Mark für uns Deutsche in Betracht kommen, wollen wir nicht über Jahre hinweg fremde Schulden mit eigenen Schulden bekämpfen.

Ronny Zasowk

 


Quelle:http://www.npd-in-rlp.de/
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