NPD-Landesverband Hessen

25.05.2012

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Hartz IV bleibt Armut per Gesetz!

Neueste Studien des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung belegen eindeutig: die Armut ist hierzulande sowohl bei Arbeitslosen als auch bei Beschäftigten auf dem Vormarsch. 70 Prozent der Arbeitslosen leben unterhalb der Armutsgrenze, 25 Prozent mehr als im Durchschnitt der anderen EU-Staaten.

Auch unter den Beschäftigten stieg die Armutsgefährdung seit 2004 um mehr als das Zehnfache als in den anderen EU-Staaten an. Durch diese besorgniserregende Entwicklung befindet sich Deutschland bei der Arbeitsarmut mittlerweile im europäischen Mittelfeld.

Allen Aufschwungparolen und beschönigten Arbeitslosenzahlen zum Trotz – immer mehr Deutsche sind trotz Arbeit arm. Der Sozialexperte Eric Seils stellt fest, daß die vermeintlichen Beschäftigungserfolge mit einem hohen sozialen Preis erkauft wurden. Über 7 Prozent der Erwerbstätigen erhalten weniger als 60 Prozent vom durchschnittlichen Nettoverdienst, Millionen weitere Deutsche sind armutsgefährdet.

Seils hebt besonders den Zusammenhang von Arbeits- und Arbeitslosenarmut hervor. Wer über Jahre hinweg im Niedriglohnsektor beschäftigt war, das betrifft mittlerweile einen Großteil der Beschäftigten, wird im Falle der Arbeitslosigkeit ebenso nur ein spärliches Arbeitslosengeld erhalten – von der Niedrigstrente ganz zu schweigen.

Auch sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen massiv gestiegen, vor allem für ältere Arbeitssuchende stellt es sich immer mehr als problematisch dar, einen leistungsgerecht entlohnten Arbeitsplatz zu finden. Trotz dieser bekannten Tatsache wird an der Lebensarbeitszeit nach oben geschraubt, was das Zeug hält.   

Die Ursache für die Ausbreitung existenziell bedrohlicher Lebenssituationen sieht Seils vor allem in der sozial und wirtschaftlich verantwortungslosen Einführung von Hartz IV, die zu einem massiven Druck auf die Erwerbseinkommen geführt hat.

Neben dem massiven Anwachsen von Beschäftigungsformen wie Minijobs, Leiharbeit, befristeten Jobs und Teilzeitstellen diagnostiziert Seils vor allem die „Prekarisierung auch von Beschäftigungsformen, welche dem Normalarbeitsverhältnis zugerechnet werden“.

Immer mehr Deutsche müssen trotz Vollzeitarbeitsverhältnis aufstocken, weil ihr Einkommen zum Ernähren der eigenen Familie nicht ausreicht. Immer mehr Deutsche hangeln sich von einem niedrig entlohnten Beschäftigungsverhältnis zum nächsten, ohne die Chance, einen Anspruch auf eine leistungsgerechte und zum Leben ausreichende Rente zu erwerben. Die armen Arbeitnehmer von heute sind die vollends verarmten Rentner von morgen.

Die NPD hat sich schon im Zuge der Einführung von Hartz IV gegen diese systematische Verarmungspolitik ausgesprochen und wird nun erneut von der Realität bestätigt. Die Rücknahme der sozial unverantwortlichen Hartz-Reformen, die Einführung armutsfester und leistungsgerechter Mindestlöhne und die Schaffung eines öffentlich finanzierten Beschäftigungssektors sind die einzigen Möglichkeiten, der grassierenden Armut konsequent entgegenzuwirken.


Ronny Zasowk

 


Quelle:http://www.npd-in-rlp.de/
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