NPD-Landesverband Hessen

21.01.2013

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Realität in Deutschland: Löhne und Renten sinken, Gebühren dagegen steigen

Während die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihrer Gier mit höheren Gebühren Ausdruck verleihen, Strompreise durch die dubiose EEG-Umlage ins Unermessliche steigen und der Sprit durch Dreifachbesteuerung steuerpolitischer Kassenschlager Nummer eins ist, sinken zeitgleich Löhne und Renten der Bürger.

Trotz minimaler Rentenerhöhungen konnten sich deutsche Rentner im vergangenen Jahr erneut weniger leisten als im Vorjahr. Die Kaufkraft der Rentner ist im Westen um 0,4 und im Osten der Republik um 0,3 Prozent zurückgegangen.

Insgesamt beläuft sich der Kaufkraftverlust der 20,5 Millionen deutschen Rentner laut einer Studie des Instituts für Finanzwissenschaft der Universität Freiburg seit 2004 auf sagenhafte 9,2 Prozent. Grund sei vor allem die Inflation, aber auch sinkende Löhne werden als Ursache angeführt.

Der Direktor des Freiburger Instituts, Bernd Raffelhüschen dazu wörtlich: „Nur wenn es bei den Löhnen deutlich nach oben geht, wird es mittelfristig auch zu spürbaren Rentensteigerungen kommen, diese Gleichbehandlung halte ich für fair.“

Vor dem Hintergrund, daß Altersarmut zahlreichen Studien zufolge erst in der Zukunft ein Massenproblem werden wird, macht auch der aktuelle Rückgang des Wohlstandniveaus deutscher Rentner Sorge.

Die wahnsinnige Eurorettungspolitik treibt die Inflation zusätzlich in die Höhe. Ramschanleihen-Aufkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB), steuerfinanzierte Rettungspakete und durch fragwürdige EU-Neu-Beitritte steigende Netto-Transferzahlungen erhöhen die Kosten für deutsche Arbeitnehmer, Unternehmer und Rentner und verlagern Wohlstand von Deutschland ins Ausland.

Die Politik will derartige Auswüchse gern unter den Tisch kehren, veröffentlichte sie im vergangenen Jahr doch auch nur einen weichgespülten Armutsbericht, in dem einzelne Passagen des Vorabentwurfs – wie z. B. daß das Privatvermögen extrem ungleich verteilt sei, daß im oberen Bereich die Einkommen stiegen, im unteren dagegen sinken – getilgt wurden.

Der Bericht war gespickt mit Euphemismen und Umschreibungen, die nur durch aufmerksames Lesen zwischen den Zeilen im realen Ausmaß erfasst werden konnten. So hieß es in der ursprünglichen Fassung: „Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken.

Die Einkommensspreizung hat zugenommen.” Die Verletzung des Gerechtigkeitsempfindens und die Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts könnten die Folgen sein. Im letztlich veröffentlichten Bericht konnte man von alldem nichts mehr lesen. Da wurden die sinkenden Reallöhne nur noch als „Ausdruck struktureller Verbesserungen“ schöngeredet.

Eine Studie des Beratungsunternehmens „Personalmarkt“ und des Mannheimer Ökonomen Tom Krebs hat ergeben, daß die Gehälter selbst von Fachkräften mit Hochschulabschluß, von Facharbeitern und Sachbearbeitern seit 2005 real um vier Prozent gesunken sind.

Bei den unteren Einkommensgruppen sind die Einbußen noch erheblicher. Als Gründe für die zum Teil dramatischen Lohnkürzungen und Kaufkraftverluste werden die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre und die „Verlagerung von Jobs in den schlechter bezahlenden Dienstleistungssektor“ genannt.

Auch wenn kaum ein Tag vergeht, an dem Regierungssprecher Steffen Seibert nicht von tollen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, einer stabilen Wirtschaftsentwicklung und fortbestehender Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft schwadroniert, können sämtliche Sonntagsreden nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Krise zumindest bei den unteren Einkommensgruppen, zunehmend auch bei Facharbeitern, spürbarer wird.

Dies im Gleichklang mit steigenden Steuern und Abgaben führt letztlich dazu, daß die verantwortlichen Politiker die Krise auf Kosten der Bürger auszusitzen versuchen.

Dieser Entwicklung muß Einhalt geboten werden, indem Deutschland sich des Gängelbands der EU entledigt und eine eigenständige Sozial- und Arbeitsmarktpolitik mit Mindestlöhnen und Mindestrenten entwickelt und sämtliche inflationsverstärkende Hilfszahlungen an Pleitestaaten und Zockerbanken unterläßt und sich nicht mehr mit 27 Prozent am Aufkauf von Schrottanleihen durch die EZB beteiligt.


Ronny Zasowk

 

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