NPD-Landesverband Hessen

31.01.2013

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Unterfinanzierung der hessischen Hochschulen beenden

 

Ein Hilferuf der hessischen Hochschulverantwortlichen: die Präsidenten der hessischen Universitäten schlagen Alarm, daß die Universitäten unterfinanziert seien, da der öffentliche Zuschuß pro Student in den letzten vier Jahren um ca. 1.200 Euro abgenommen habe, die Zahl der Studenten in den letzten fünf Jahren aber an den einzelnen Universitäten um bis zu 40 Prozent zugenommen hat. Die Förderung sei preisbereinigt massiv gesunken. Der Kasseler Universitätspräsident Postlep konstatiert: „Das Gesamtsystem hessischer Hochschulen ist derzeit einer Belastung ausgesetzt wie noch nie in der Geschichte des Landes.“
 
Einzelne Universitäten platzen aus allen Nähten. Aufgrund doppelter Abiturjahrgänge ist auch im kommenden Jahr mit einem weiteren Anstieg der Studentenzahlen zu rechnen. An der Justus-Liebig-Universität in Gießen waren noch nie so viele Studenten immatrikuliert wie derzeit. Die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) kritisiert, daß die Grundfinanzierung durch das Land nicht annähernd mit der Entwicklung der Studentenzahlen Schritt gehalten hat. Weiterhin werden „qualitätsgefährdende Verschlechterungen“ beklagt.
 
Der Präsident der Frankfurter Goethe-Universität, Werner Müller-Esterl macht auf die Folgen aufmerksam, indem er moniert, daß der Betreuungsschlüssel seit 2007 von 50 auf 75 Studenten pro Professor angestiegen sei. Hinzu kommt, daß das Land im Hochschulpakt die Tarifanpassungen für wissenschaftliches Personal nur teilweise, für Verwaltungspersonal gar nicht übernimmt. Dies hat zum Teil massiven Personalabbau an den hessischen Hochschulen zur Folge.
 
Die qualitativen Forderungen an die Universitäten seien massiv gestiegen, es werde mehr geforscht und auch die von der EU erzwungene Bologna-Reform bringe Mehrkosten mit sich. Die steigenden Preise und Personalkosten werden durch die öffentliche Hand nur zum Teil aufgefangen, Personalabbau, Auslagerung und zunehmende Privatisierung des Hochschulsektors sind die problematischen Konsequenzen. Ein weiteres Dilemma sehen die Hochschul-Präsidenten darin, daß die Förderung meist nur kurzfristig oder projektbezogen vonstatten gehe, was Planungssicherheit verunmögliche. Hochschulautonomie und Budgethoheit der Unis drohen schon bald der Vergangenheit anzugehören.
 
Noch dramatischer nimmt sich die Unterfinanzierung des Hochschul-Sektors aus, wenn man zur Kenntnis nimmt, daß auch die Studentenwerke mit immer weniger Geld auskommen müssen und somit immer weniger in der Lage sind, kostengünstige Wohnungen für Studenten bereitzustellen.
 
Nach Auffassung der NPD muß die chronische Unterfinanzierung der hessischen Hochschulen beendet werden. Es ist ein Skandal, daß für unsinnige Rettungsmaßnahmen zugunsten von Privatbanken, die Rundum-Alimentation von Ausländern und weitere dubiose Maßnahmen Geld in Milliardenhöhe zur Verfügung steht, künftige Leistungsträger unseres Volkes aber im Regen stehen gelassen werden.
 
Die NPD unterstützt die Forderungen der Universitätspräsidenten nach nachhaltiger und angemessener Förderung der fünf staatlichen Universitäten. Weiterer Personalabbau muß verhindert und die kostengünstige Unterbringung von Studenten muß umfassend gewährleistet werden.
 
Investitionen in die bestehenden Hochschulen sind Investitionen in die Zukunft, führen sie doch dazu, daß hochqualifizierte Menschen in der Region gehalten werden.
 
 
Ronny Zasowk

 

 

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