NPD-Landesverband Hessen

21.03.2013

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Deutschland steuert auf massenhafte Armut im Alter zu

Während die Bundestagsparteien sich die Köpfe heiß reden, wie man sich mit der NPD einer unbequemen Opposition entledigen kann, die Bundesregierung sich rührselig um die Banken Zyperns kümmert und die Piraten sich im Berliner Abgeordnetenhaus mit einer Anfrage zu möglichen Zombie-Attacken in der Hauptstadt beschäftigen, fiel eine andere Nachricht, die für unser Volk wesentlich wichtiger ist, weitgehend unter den Tisch.
 
Nachdem das Bundesarbeitsministerium bereits im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlichte, die zu dem Ergebnis kam, daß jeder Deutsche, der über 35 Jahre hinweg weniger als 2.500 Euro brutto verdient hat, bei seinem Renteneintritt auf das Sozialamt angewiesen sein wird, hat nun eine neue Studie auf die dramatische Schieflage des deutschen Rentensystems hingewiesen. Der nun vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg vorgestellte „Vorsorgeatlas Deutschland“ beschreibt mit alarmierenden Zahlen, daß Arbeitnehmer im Ruhestand im Schnitt 806 Euro weniger monatlich zur Verfügung haben werden.
 
Am schlimmsten trifft es die junge Generation, die unter 34-Jährigen, die mit monatlichen Einbußen von über 1.000 Euro rechnen müssen. Der Studie zufolge, die unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen erstellt wurde, wird die junge Generation mit ihrer künftigen Rente gerade einmal 38,4 Prozent ihres jetzigen Einkommens ersetzen können.
 
Das Problem ist den Autoren der Studie zufolge nicht nur ein Armutsproblem, sondern ein „Lebensstandardsicherungsproblem“. Dies heißt konkret, daß nicht nur Geringverdiener von äußerst kargen Renten betroffen sind, sondern auch der Mittelstand mit Einbußen zu rechnen hat, die kaum mit privaten Ersparnissen ausgeglichen werden können. Während in den westlichen Bundesländern die durchschnittliche Rente 1.065 Euro betragen wird, liegt sie im Osten der Republik bereits weit mehr als 200 Euro darunter. Geringverdiener, die schon während des Erwerbslebens kaum private Ersparnisse vorweisen können, kommen der Studie zufolge auf eine monatliche Durchschnittsrente von 539 Euro. Alle Regionen Deutschlands sind betroffen. Während sich vor allem in den neuen Bundesländern viele Bürger auf Niedrigrenten einstellen müssen, stellt sich das Problem im Süden anders dar. Dort wird sich die Rente für viele Arbeitnehmer auf weniger als 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens belaufen. Der Erhalt des bisherigen Lebensstandards wäre somit nicht möglich.
 
Die Zahlen machen erneut deutlich: das bestehende Rentensystem hat versagt, schon heute müssen jährlich über 80 Milliarden Euro an Steuermitteln in das Rentensystem gepumpt werden, damit es überhaupt noch funktioniert. Das umlagefinanzierte Rentensystem ist so marode, weil hierzulande seit Jahren keine wirksame Familien- und Bevölkerungspolitik betrieben wird.
 
Daher muß nach Auffassung der NPD das Rentensystem radikal umgebaut werden. Es bedarf der Einführung einer steuerfinanzierten und armutsfesten Grundrente für jeden, die durch einen nach der Kinderanzahl gestaffelten Kinderbonus ergänzt wird. Darüber hinaus kann jeder seinen individuellen Bedürfnissen gemäß privat vorsorgen, ohne aber wie heute darauf angewiesen zu sein.
 
Dies hätte die Abkopplung der Rentenhöhe vom durchschnittlichen Bruttoverdienst und die Orientierung der gesetzlichen Rente an der Kinderzahl zur Folge. Nur diese Umorientierung kann ein nachhaltiges Rentensystem schaffen, weil es die richtigen Anreize setzt und keinen überfordert, aber Renten gewährleistet, von denen man leben kann.
 
 
Ronny Zasowk
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