NPD-Landesverband Hessen

27.01.2014

Lesezeit: etwa 1 Minute

Alte Menschen dürfen von der Politik nicht sich selbst überlassen werden

Bereits die schwarz-gelbe Bundesregierung hat die dramatischer werdenden Probleme im Pflegesektor lediglich ausgesessen. Dies geht bei Problemen, die sich mit der Zeit von selbst erledigen, nicht aber bei Problemen, die mit der Zeit immer schlimmer werden.
 
Auch der aktuelle Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich auf dem ersten Deutschen Pflegetag auf rhetorischen Allgemeinplätzen ausgeruht. Die Probleme, die sich neben vielen Vorteilen in den letzten Jahren daraus ergeben haben, daß die Menschen im Schnitt eine immer höhere Lebenserwartung haben, wird er wohl nicht anpacken.
Zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt – das ist gut, birgt aber immense finanzielle Risiken für die Angehörigen in sich, da viele zu einer Berufsauszeit gezwungen sind. Hier müsste nach Dafürhalten der NPD mit armutsfesten Ausgleichszahlungen reagiert werden.
 
Der monatliche Eigenanteil bei der Heimpflege droht ganze Familien in Existenznöte zu stürzen. Laut dem aktuellen Pflegereport der Barmer GEK lag der Eigenanteil im Monat bei Pflegestufe I bei 1.380 Euro und bei der Pflegestufe III bei 1.802 Euro. Auch hier muß nach Auffassung der NPD gegengesteuert werden, indem alle Deutschen, unabhängig von ihrem Berufsstand, in einer gesetzlichen Krankenversicherung mit einer gemeinsamen Pflegekasse abgesichert werden, was die Kosten der Versicherungen senken und das Gesamtbeitragsvolumen erhöhen würde.
 
Der schon jetzt bestehende Mangel an Pflegekräften kann mittelfristig nur durch Qualifikationsoffensiven und eine Steigerung der Attraktivität dieses wichtigen Berufszweiges bekämpft werden. Pflegekräfte müssen anständig entlohnt werden, allzu enge Personaldecken bringen letztlich nur Probleme für die Mitarbeiter selbst, aber vor allem für die Pflegebedürftigen mit sich.
 
Daß dieses Problem wichtiger wird, ergibt sich bereits aus den nackten Zahlen: waren im Jahr 1995 noch 1,1 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, sind es im Jahr 2012 schon 2,4 Millionen gewesen. Experten rechnen bis zum Jahr 2030 mit einer Steigerung auf 3,4 Millionen Menschen.
 
Daher muß sich eine verantwortungsvolle Politik nicht an den um Besitzstandswahrung besorgten Lobbygruppen wie Krankenversicherungen und Pharmakonzernen orientieren, sondern an den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.
 
Ronny Zasowk

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