NPD-Landesverband Hessen

27.08.2014

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Rückkehr der Eurokrise mit voller Wucht scheint unausweichlich

An den internationalen Börsen herrscht eine äußerst nervöse Stimmung. „Mir doch egal“, mag man sich denken, wenn man sich für Börsen nicht interessiert. Börsen sind zwar spekulativ, doch sie sind auch ein guter Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung, die letztendlich alle betrifft: vom Arbeitssuchenden über den Arbeitnehmer bis hin zum kleinen oder mittelständischen Unternehmer. Bei vielen Börsenanalysten ist die Stimmung derzeit sehr eingetrübt. Und das hat seinen Grund.
Die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Federal Reserve Bank der USA haben in den letzten Jahren nichts anderes gemacht, als billiges Geld in den Markt zu pumpen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln. Sämtliche Indikatoren – das ZEW-Barometer, der Einkaufsmanagerindex sowie aktuell der Geschäftsklimaindex des renommierten ifo-Instituts – weisen jedoch darauf hin, daß die deutsche Wirtschaft trotz dieser Milliardenspritzen an Fahrt verloren hat. Dies ist eine logische Folge der derzeitigen internationalen Konflikte, aber vor allem auch der negativen Konjunkturentwicklung im restlichen Europa. Trotz riesiger Milliardensummen ist die Krise also nicht vorüber.


Doch hat man sich der Lösung wenigstens angenähert? Offenbar nicht! Denn viele Banken und milliardenschwere Hedgefonds haben zinsgünstige Kredite in abgewerteten Dollar und Yen aufgenommen und in hochverzinsliche Schuldpapiere der europäischen Krisenstaaten wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal angelegt. Die Ankündigung des EZB-Präsidenten Mario Draghi, notfalls unbeschränkt Anleihen aufkaufen zu wollen, hat diese Wertpapiere zu Objekten wilder Spekulation werden lassen. Diese Spekulation droht nun zu einer neuerlichen Blase heranzuwachsen.


Sollte es auch nur bei einer Bank zu größeren Problemen kommen, kann dies zu einer Verkaufswelle an derartigen Staatsanleihen führen, was massive Verluste mit sich bringen würde. Die derzeitige Schwäche des Euro führt bereits jetzt dazu, daß diese riskanten Geschäfte zu Verlustgeschäften zu werden drohen. Sollte der Euro weiter fallen, kann dies ebenso zu einer gigantischen Verkaufswelle führen.


Die Banken und Fonds, die sich kreditfinanziert mit hochverzinslichen Staatsanleihen vollgestopft haben, sind somit zu tickenden Zeitbomben geworden. Bricht nur eine – nach Angela Merkels Wortlaut – systemrelevante Bank zusammen, kann dies dazu führen, daß die Eurokrise deutlich spürbar und mit viel härterer Wucht zurückkommt.


Die Frage wird dann nur sein, ob die Deutschen nochmals gewillt sind, mit milliardenschweren Rettungspaketen und Bürgschaften die Scherben wieder aufzufegen.

Ronny Zasowk
 

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