NPD-Landesverband Hessen

24.07.2015

Lesezeit: etwa 3 Minuten

"Limburg als Überlaufbecken nutzen..."

So versuchte am Mittwoch, den 22. Juli in der Limburger Stadthalle, Regierungspräsident Dr. Lars Witteck die Pläne des Erstaufnahmelagers zu bagatellisieren, stieß damit jedoch auf wenig Verständnis. Im Großen und Ganzen war er ohnehin viel zu sehr damit beschäftigt Empathie zu wecken und Mitleid zu heucheln, für Menschenmassen, die sich größten Teils aus Wirtschaftsflüchtlingen zusammen setzen. Denn selbst Witteck musste eingestehen, allein 40-50% der Erstasylsuchenden sei aus dem Kosovo und Albanien und die Quote derer, die zurecht Asyl beantragten liege bei 0,0-0,2%.

Aber was kommt nun auf UNS, Limburg und seine Bürger zu? Es kommt nicht auf uns zu, es ist bereits in vollem Gange! Aktuell werden mehrere 10-20 Mann Zelte, Großzelte, sanitäre Anlagen, Duschen, Wasserversorgung etc. innerhalb kürzester Zeit auf dem Buderus-Gelände im Limburger Stadtteil Staffel errichtet und Catering, Sanitäter, Sicherheitsdienst, sowie Reinigungsdienst und Müllentsorgung organisiert. Denn bereits dieses Wochenende kann und wird das Becken überlaufen und auch wenn Witteck sich nicht festlegen wollte, werden vermutlich die ersten 100-500 Asylsuchenden die Erstaufnahmeeinrichtung erreichen.
Insgesamt wird die EAE Platz für ca. 650 Personen bieten. Wie aus anderen Einrichtungen bekannt ist, werden diese Zahlen vermutlich so oder so deutlich überschritten werden, im Rahmen der Möglichkeiten. Die Asylsuchenden werden maximal zwei bis sieben Tage in Limburg verbringen, es werden tausende und abertausende kulturfremde Ausländer tagtäglich ein und ausgehen! Exakter Wortlaut Wittecks: "Es geht zu wie am Bahnhof". Das dies alles Gefahren birgt, wurde auf der Veranstaltung totgeschwiegen, klein geredet ja sogar übergangen und ins lächerliche gezogen.
Die Erste kritische Frage und zugleich auch der emotionalste Moment eines sonst so kalten, verlogenen Abends: Eine junge Dame ergreift das Wort, berichtet von ihren Erlebnissen. Momente von Angst, Anfeindungen und Pöbeleien von bereits hier lebenden Asylanten. Ihr Sohn, wurde mehrfach von Asylsuchenden bedroht! Wo bleibt da das sonst so hoch gehaltene Mitgefühl, wo Empathie und Verständnis? Ganz im Gegenteil, Ängste werden ins lächerliche gezogen, die Menge scheint amüsiert, aus Reihen der Jusos sind hämische Spötteleien wie: "Dann ruf doch die Polizei" zu hören, einhergehend mit einem fiesen Grinsen im Gesicht.

Sehr interessant waren die Fragen eines jungen Herren, der sich ebenfalls im Laufe des Abends zu Wort meldete:
1. Wenn Ausländer nach Kultur und Herkunft getrennt untergebracht werden sollen um Konflikte zu vermeiden, wie es nach den Worten Witteks geschehen soll, ist die Multikulti-Gesellschaft im kleinen gescheitert! Wie soll eine solche dann im großen funktionieren?

Schweigen!

2. Ob denn Herr Witteck bereits Flüchtlinge bei sich zu Hause integriert habe.
Die zugegebenermaßen eher spöttische Frage wird mit der Bemerkung, er sei hier, um Flüchtlingen zu helfen, nicht um sie aufzunehmen, abgetan.

Die restlichen Fragen, Wortmeldungen entsprachen absolut dem, was nach außen propagiert werden soll. "Wir müssen eine Willkommenskultur schaffen". Dies war so auch nicht anders zu erwarten, da aufgrund der mehrmals kurzfristigen Bekanntgabe die Organisation von Protest mehr als nur behindert wurde!

Offiziell ist das Zeltdorf eine Übergangslösung, das Zeltdorf solle bis Ende Oktober witterungsbedingt und auf Grund dessen, dass der Vertrag mit dem Grundstücksinhaber ausläuft wieder abgebaut werden, laut Witteck.

Dennoch sind Fragen offen, was kostet diese Nacht und Nebel Aktion uns Steuerzahler? Kein Wort über Kosten. Es zwingt sich der Eindruck auf, vorausgesetzt es geht um Asylsuchende, es gäbe keine Probleme.

Nur Lösungen.

Aber wohin mit den Strömen an Flüchtlingen nach Abbruch der Zelte?
Welche Gebäude werden in naher Zukunft umfunktioniert? Werden Neubauten auf einer der möglichen Alternativplätze errichtet?

Wir hätten da eine für viele Millionen Euro renovierte Bischofs-Residenz in Limburg, vielleicht können wir da noch, den ein oder anderen Wirtschaftsflüchtling unterbringen.

 

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