NPD-Landesverband Hessen

18.10.2018

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Grimms Märchenwald bewahren, Reinhardswald erhalten!

Grimms Märchenwald soll weichen – Hambacher Forst, Reinhardswald die Geschichte der Zerstörung unserer Heimat, eine Geschichte der Kulturvernichtung !

Märchen, Legenden, Sagen – sie gehören zu der Entwicklungsgeschichte der Menschen. Sie verweisen auf eine Zeit zurück, in der noch Mut, Tapferkeit, Entschlossenheit, Freundschaft und Liebe Antriebsfedern menschlichen Handelns waren und in der das Handeln nicht der Angst vor dem Unsichtbaren, Unbekannten und Unsicherem wich.

Die Märchen als alter Zeit sind demnach mehr als irgendwelche Geschichten, die durch bunte und schnelle Bilder, die die staatlichen Medien massenweise produzieren, ersetzt werden könnten.

Unendliche viele Generationen sind so zum Beispiel mit den Märchen der Gebrüder Grimm groß geworden. Ihre Kinder- und Hausmärchen geben in kaum nachahmbarer Weise das Seelenleben des deutschen Volkes wieder, in dem Mut und Tapferkeit und Treue als Rüstzeug für ein Bestehen im Leben die Hauptrollen spielen. Mut, Tapferkeit und Treue alles Eigenschaften, die in unserer Zeit der Selbstaufgabe des eigenen Ichs keine Rolle mehr spielen sollen.

Die Orte und Plätze dieser Märchen finden sich dann auch in den Geschichten und Legenden wieder, die im Volksmund seit alters her umgehen und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Einer dieser Orte ist der Reinhardswald – der deutsche Märchenwald, der nunmehr zur Vernichtung frei gegeben worden ist.

Die Märchen und ihre Schauplätze nehmen also nicht auf ein wurzelloses Etwas Bezug, sondern wurzeln in Heimat, im Glauben der Altvorderen und damit im tiefsten Innern der Deutschen. Untrennbar verbunden mit den deutschen Märchen und der deutschen Seele ist der deutsche Wald. Hier findet der Deutsche zu sich selbst. Er erkennt beim Rauschen des Blätterwaldes, in den Borken der Bäume, den Käfern und Kleinsttieren im Waldboden, den Vogelgezwitscher und den Waldgeräuschen sich selbst und schöpft daraus Kraft. Dieses Sich-Selbst-Finden, sich seiner Identität bewusst werden und in sich selber die Heimat zu lieben, ist den Mächtigen ein Dorn im Auge. Diese benötigen Masse und keine selbstbewussten Persönlichkeiten, die jederzeit Kraft und Wirkung in der nämlichen Masse entfalten können und damit ihrer Macht ein Ende setzen können.

Es muss also alles vernichtet werden, was der Seele Kraft und Mut und Heimatverbundenheit vermitteln könnte. Die Rodung des Hambacher Forstes, wo bereits ein Großteil des Waldes den Interessen der Wirtschaft weichen musste, ist kein Einzelfall. Nun wird zum nächsten Schlag ausgeholt: Der Reinhardswald – Grimms Märchenwals - muss weichen!

Auch hier wie im Hambacher Forst uralter Baumbestand mit seltenen Tieren. Wald, der sagenumwobene Burgen umgibt und als Heimat der Grimms Märchen gilt. Wie der Hambacher Forst ist auch der Reinhardswald etwas ganz Besonderes. Das größte zusammenhängende Waldstück Nordhessens und ebenso wie der Hambacher Forst gehört er seit alters her der Allgemeinheit, dem Volk.

Auch hier reichen die Vernichtungspläne Jahrzehnte zurück und wurden maßgebend von der Partei der Grünen begleitet. Er muss gemäß der verordneten Propaganda einer Energiewende weichen, weil rund 1000 Windräder aufgestellt werden sollen. Er muss aber auch weichen, weil er ein Kulturgut mit einer unglaublich wirksamen Symbolik ist. Den Märchen der Gebrüder Grimm lag auch der Gedanke an einem einheitlichen Nationalstaat zugrunde, sie waren auch Erziehungsmittel, die den Kindern Kulturwerte vermitteln sollten und auch haben, die man heute nicht mehr wünscht.

In einer Bachelorarbeit von Jennifer Heinzius zum Thema „Über den Wandel der Bedeutung von Kindermärchen für die Entwicklung der kindlichen Phantasie“ wird im Kapitel 4.1 unter der Überschrift „Die Suche nach der eigenen Identität“ eine Feststellung getroffen, die letztendlich den Hinweis gibt, warum der Reinhardswald weichen muss:
„Nur wenn den Kindern auf die richtige Weise Kulturgut vermittelt wird, können sie die für sie relevanten Erkenntnisse, zur Entwicklung von Geist und Persönlichkeit, gewinnen. Gemäß Bettelheim erfüllt diese Funktion die Literatur – genauer gesagt das Volksmärchen – am besten. Denn während Schulbücher (z.B. die Fibel) nur dem reinen Lesen dienen und andere Kinderliteratur lediglich unterhaltsam oder informativ ist, kann das Volksmärchen dem Kind inhaltlich bedeutsame Werte vermitteln. …
Kinder sind der heutigen Gesellschaft ständig ausgesetzt und leben in Ungewissheit über die Zukunft. Erwachsene können ihnen diese Angst nur bedingt nehmen, da niemand weiß, was die Zukunft bringen wird. Sie können ihren Kindern nur moralisch zur Seite stehen. Doch um sich in den Verhältnissen der Gesellschaft, in der sie leben, zu Recht zu finden, brauchen Kinder Anregungen. Anregungen, um in ihrem Innern und schließlich auch in ihrem Leben Ordnung zu schaffen. Märchen vermögen dabei, dem Kind unterschwellig Werte wie Moral und Gerechtigkeitssinn zu vermitteln, indem sie ihm zeigen, was das Richtige ist.“

Indem man also die Orte unserer Märchen vernichtet, versucht man die Werte, die unsere Kulturgemeinschaft des christlichen Abendlandes verbindet, einfach auszulöschen, auszuradieren – kulturelle Werte darf es nicht geben, sie stellen aus der Sicht der Mächtigen einen der letzten verbleibenden Kerne in einer ansonsten verwahrlosten, identitätslosen Gesellschaft dar, aus der Widerstand und Kraft erwachsen kann. Wollen wir dies hinnehmen? Ich sage: Nein! Und fordere einen jeden auf, dort Widerstand gegen den Ungeist dieser Zeit zu leisten, wo es ihm möglich ist!
Text: Ariane Meise

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