NPD-Landesverband Hessen

17.02.2022

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Ein Krieg in Europa nützt niemandem – außer den USA!

Es ist eine alte Weisheit: In der Außen- und Sicherheitspolitik gibt es keine Freunde, sondern nur Interessen. Nur weil wir Deutschen scheinbar seit Jahren keine eigenen nationalen Interessen mehr verfolgen und uns daher für besonders weltoffen und fortschrittlich halten, dürfen wir nicht glauben, dass das anderswo auch gilt. Alle relevanten Groß- und Regionalmächte verfolgen knallhart ihre Interessen, auch wenn sie gerne und oft mit Demokratie, Menschenrechten und so weiter bemäntelt werden.

Wenn man in den letzten Wochen abseits von Corona noch Nerven hatte, sich mit politischen Neuigkeiten zu befassen, kam man um den vermeintlichen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nicht herum. In den hiesigen Medien wurde Putin als eiskalter Aggressor dargestellt, der kurz davor ist, nicht nur die Ukraine, sondern weite Teile Osteuropas dem russischen Herrschaftsbereich einzuverleiben.

Laut US-Geheimdiensten sollte es gestern so weit sein: Für gestern wurde der russische Einmarsch in der Ukraine vorhergesagt. Dass dem nun nicht so ist, verwundert nicht, erinnerte die Kriegs-Propaganda der USA doch fatal an die Lügen vor dem Angriffskrieg gegen Saddam Husseins Irak, der angeblich Massenvernichtungswaffen gehortet hatte. Was darauf folgte, ist noch in guter Erinnerung.

Eines ist klar: Russland verfolgt seine sicherheitspolitischen Interessen konsequent. Und eines der zentralsten Interessen ist, dass es sich davor schützen will, immer weiter von der NATO (die als antisowjetisches Bündnis im Kalten Krieg gegründet wurde und völlig aus der Zeit gefallen ist) eingekreist zu werden. Russland will verhindern, dass mit einem NATO-Beitritt der Ukraine das westliche Kriegsbündnis immer näher an Moskau heranrückt.

Auch die Ukraine hat legitime Sicherheitsinteressen, die respektiert werden müssen. Aktuell droht das Land aber zum Spielball westlicher und vor allem US-amerikanischer Pläne zu werden, die Einkreisung Russlands voranzutreiben. Washington ist die Sicherheit Kiews völlig gleichgültig, US-Strategen betrachten das Land als geostrategischen Brückenkopf.

Der aktuelle Konflikt kann nicht eingeordnet werden, ohne die wirtschaftlichen Interessen der USA zu berücksichtigen. Die vom russischen Energiekonzern Gazprom errichtete Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 soll künftig russisches Erdgas an der Ukraine vorbei nach Deutschland transportieren. Die Pipeline ist den USA seit Jahren ein Dorn im Auge, wollen sie doch eigenes mit dem Fracking-Verfahren gewonnenes Gas nach Deutschland und Europa exportieren.

So werden die USA nicht müde, Europa und insbesondere Deutschland vor einer Rohstoffabhängigkeit von Russland zu warnen. So werden die eigenen Interessen verschleiert, die eine Abhängigkeit soll durch die nächste ersetzt werden. Mehr als 50 Prozent des in Deutschland genutzten Erdgases wird aus Russland importiert. Mit Provokationen und Sanktionen versucht man seit langem, Russland zu isolieren und in einen militärischen Konflikt zu treiben. Bislang zum Glück ohne Erfolg.  

Amerika-fixierte Deutsche, die sich von US-hörigen, kriegsgeilen Politikern und Medien gegen Russland aufstacheln lassen, werden den nächsten Super Bowl in einer kalten Wohnung schauen müssen. Ein Krieg in Europa nützt außer den USA niemandem! Die Ukraine wäre das Bauernopfer, wir Deutschen müssten für den Scherbenhaufen zahlen, weil die USA sich nicht die Hände schmutzig machen werden. Washington hat im Pazifik längst neue geostrategische Ziele, der neue Feind heißt China.

Wenn Europa – und dazu gehört Russland selbstverständlich – etwas aus den beiden Weltkriegen gelernt hat, dann sollte es sich nicht von einer außereuropäischen Macht mit knallharten ökonomischen Interessen in einen militärischen Konflikt treiben lassen. Dieser Krieg hätte nur Verlierer.

Ronny Zasowk

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