NPD-Landesverband Hessen

01.09.2022

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Versorgungssicherheit – Umweltverträglichkeit – Wirtschaftlichkeit

Die Energieversorgung eines Landes gehört zum den grundsätzlichen Voraussetzungen eines funktionierenden Staates. Es ist eigentlich DIE Voraussetzung für eine leistungsfähige Landwirtschaft und Industrie und somit auch für ein sozial gerechtes Gemeinwesen. Im modernen Industriestaat ist somit Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung allen anderen Bereichen politischen und wirtschaftlichen Handelns vorgelagert. Kurz gesagt: ohne Strom, ohne Gas und ohne Kraftstoffe, keine Arbeit, keine Nahrung, keine Sozialleistungen!

Energie wird benötigt für die Wärmeversorgung der Gebäude, für die Prozeßwärme in der Industrie, für Mobilität und natürlich für die Stromversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft. Darüber hinaus werden die Primärenergieträger Erdöl und Erdgas als Ausgangsrohstoff für so zahlreiche Produkte benötigt, daß unser Leben ohne sie nicht mehr vorstellbar wäre.

Deshalb ist es eine unzulässige Verengung in der Energiediskussion, wenn diese sich nur auf die Strom- und Wärmeversorgung bezieht.

Die Erzeugung und der Verbrauch von elektrischer Energie sind ein seit über hundert Jahren fein austariertes System, welches streng naturwissenschaftlichen Gesetzen folgen muß, sonst geht das sprichwörtliche Licht aus. Es muß zu jedem Augenblick genauso viel elektrische Energie ins Netz eingespeist werden, wie verbraucht wird. Der entscheidende Faktor bei der Energieversorgung ist die so genannte Grundlast: das ist die Menge elektrischer Energie, welche zu jedem Zeitpunkt zwingend zur Verfügung stehen muß, damit es nicht zu Netzabschaltungen kommt. Grundlastfähig sind nur Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke, Gaskraftwerke, Wasserkraftwerke und Biostromanlagen.

Photovoltaik und Windenergie sind für eine zuverlässige Stromversorgung nicht geeignet und werden es auch nicht sein, selbst wenn die Zahl der Windenergieanlagen verzehn- oder verhundertfacht wird. Damit verzehn- oder verhundertfachen sich nämlich auch die Probleme, welche diese instabile Energieerzeugung nach sich zieht: wohin mit dem in Leistungsspitzen zuviel erzeugten Strom und woher mit dem Strom, wenn es Sonne und Wind nicht hergeben?  Im ersten Fall wird der nicht benötige Strom entweder ins Ausland verschenkt, häufig mit Aufpreis – also Deutschland zahlt, damit Frankreich oder die Schweiz den Windstrom abnimmt, oder Anlagen werden vom Netz genommen. Fehlt Strom aus Wind- und Solaranlagen MÜSSEN die Gaskraftwerke einspringen.

Hinter jedem Megawatt installierter Windenergie steht ein Megawatt als Back-up in einem Gaskraftwerk, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

In diese Sackgasse hat uns die so genannte Energiewende geführt.

Die sture Festlegung auf die Wind- und Solarenergie ist daher ein Irrweg, der Umwelt und Natur zerstört, teuer und unzuverlässig ist. Die Anlage riesiger Photovoltaikanlagen, die wertvolle Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung entziehen, und der ökologisch schädliche Anbau von Mais als so genannte „Energiepflanze“ für „Biogas“-Anlagen haben nichts mit einer nachhaltigen Flächennutzung in unserem dicht besiedelten Land zu tun.

Der Ausweg ist kein wohlfeiles Versprechen für die Zukunft: es gibt keine Speicher für elektrische Energie mit der notwendigen Kapazität zur Versorgung unserer Wirtschaft und wird es auf absehbare Zeit auch nicht geben. Die Wasserstoff-Phantasien werden der Realität nicht standhalten: zu teuer, zu ineffizient. Von eingesetzten drei Kilowatt elektrische Energie bleibt ein Kilowatt im erzeugten Wasserstoff übrig. Auch hier gilt: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sieht anders aus. Wasserstofferzeugungsanlagen aus Windenergie in Südchile oder im kanadischen Neufundland, oder aus Sonnenenergie in Namibia oder Marokko werden entweder entstehen, um Deutschland das Geld aus der Tasche zu ziehen oder als eine Art Entwicklungshilfe regionale Bedeutung zu haben, wie zum Beispiel das Solarenergieprojekt Desertec in Nordafrika. Einen Beitrag zu einer wirtschaftlich vertretbaren Energieversorgung Deutschlands werden diese Projekte nicht haben.

Es muß festgestellt werden, daß sich sichere, weitgehend umwelt- und naturschonende sowie wirtschaftliche Energieerzeugung auf grundlastfähige Kohle- und Kernkraftwerke stützen muß. Kohlekraftwerke können noch über Jahrzehnte unser Land mit preiswertem Strom und Fernwärme versorgen. Es ist selbstverständlich, daß deren Emissionen durch Forschung und Entwicklung immer weiter reduziert werden sollten. Selbst die Kohlendioxidemissionen, die angeblich für den Klimawandel verantwortlich sein sollen, werden künftig wirtschaftlich nutzbar gemacht werden können, z.B. bei einer Synthese in Methan oder andere Energieträger. Die in Deutschland lagernden radioaktiven Abfälle, die sich in den letzten 50 Jahren angesammelt haben, werden in Kernkraftwerken der neuesten Generation als neuer Brennstoff eingesetzt werden können, was deren Menge (aktuell vorstellbar mit einem Würfel von 28 Meter Kantenlänge) sowohl in der Menge, als auch in der Restlaufzeit auf etwa 120 Jahre reduzieren wird.

Die Nutzung der Solarenergie ist in jedem Falle sinnvoll, allerdings nicht als Teil der nationalen Energiegrundversorgung, sondern als individuelle Lösung für den Bedarf von Privathaushalten und wenig energieintensiven Gewerben, und dabei am besten mit Speichermöglichkeiten.

Natürlich müssen auch eigene Rohstoffe und Möglichkeiten genutzt werden, um wirtschaftlich das eigene Land zu versorgen. In bestimmten Regionen kann man Erdwärme nutzen oder die durchaus bedeutenden Erdgasvorkommen nutzen.

Und natürlich bedeutet nationale Energiepolitik auch, den unnützen Verbrauch von Ressourcen zu verringern. Im Durchschnitt ein halbes Prozent Energieverbrauch könnte man pro Jahr einsparen (plus das Steuergeld), wenn jährlich 400 000 von den mehreren Millionen sich unberechtigt sich in unserem Land aufhaltenden Asylschwindler, Gastkriminellen und Gastsozialschnorrer in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden würden.

Axel Michaelis, Mitglied des Parteivorstandes

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