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16.02.2008

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Trauermarsch am Sonnabend, den 16.2. 2008 in Dresden

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Bericht
Beginn 13:00 Uhr hinter der Semperoper

Wir gedenken der Opfer des Alliierten Bombenterrors vom Februar 1945

Am 16.2. 2008 führt die Junge Landsmannschaft Osdeutschland e.V., wie in den vorangegangenen Jahren auch, einen Trauermarsch in Gedenken der Opfer des alliierten Bombenterros in Dresden durch.

Dazu werden weit mehr als 5000 Teilnehmer erwartet. Wir sind die junge Generation von Vertriebenen aus den Deutschen Ostgebieten und Menschen, die sich für Politik und Geschichte interessieren und denen Deutschland am Herzen liegt. Wir fordern alle interessierten Bürger dazu auf, sich uns anzuschließen und mit uns am 16.2. 2008 durch Dresden zu ziehen.

Ziel ist es der Opfer des Bombenangriffs vom 13. und 14. Februar 1945 in würdiger Weise zu gedenken. Seit dem Einmarsch der Roten Armee in den Ostgebieten hatte sich die Bevölkerung Dresdens durch Flüchtlinge aus Pommern, Schlesien, Ost- und Westpreußen auf 1,2, Mio. Menschen verdoppelt und diente ihnen als Hauptanlaufpunkt. Für uns ist Dresden der Höhepunkt einer Vernichtungspolitik gegen den östlichen Teil Deutschlands, die mit Massenmord und beispielloser Kulturzerstörung ein Stück Deutschlands ausradiert hat. Aber Vernichtung ist erst dann endgültig, wenn die Erinnerung ausgelöscht ist. Darum werden wir nicht aufhören, an die Millionen Opfer des Terrors gegen die deutsche Zivilbevölkerung zu erinnern. Nur an einem Ort ist der massenhafte Tod unschuldiger deutscher Menschen und die Zerstörung deutscher Kultur wie an keinem versammelt: In Dresden. Hier sollten wir des Schicksals jener Millionen von Deutschen gedenken, für die das Kriegsende keine Befreiung war. Wir fordern deshalb erneut: „Macht den 13. Februar zum offiziellen Gedenktag für die Bundesrepublik!“

Sinnlose Zerstörung und anonymer Massenmord traf fast alle Städte in Deutschland. Ein offizielles Geschichtsbild, welches bedrückende Wahrheiten verschweigt, legt einen Grundstein für wiederkehrende Katastrophen. Nur die lückenlose Wahrheit schafft einen gerechten und dauerhaften Frieden und ist die Grundlage für das Selbstbewußtsein einer Nation. Leid läßt sich nicht aufrechnen. Aber die dauerhafte und einseitige Mißachtung der Opfer eines Volkes ist Unrecht. Es war ein Kriegsverbrechen eine Stadt ohne jegliche Luftschutzmaßnahmen und Verteidigung, die mit Flüchtlingen überfüllt war, in Schutt und Asche zu legen. Und diese Kriegsverbrechen wurden bis heute nicht geahndet. Nein, im Gegenteil, heute verteidigen deutsche Politiker sie als gegebene Notwendigkeit. Dies kann nicht im Interesse des deutschen Volkes sein. Sie schicken heute deutsche Soldaten in Kriege, die im Namen von Demokratie und Freiheit geführt werden. Sollen morgen deutsche Soldaten vor einem echten Völkergerichtshof stehen? Die Toten von Dresden und all den anderen deutschen Städten rufen nicht nach Rache, dies ist dem deutschen Wesen ohnehin fremd, sondern sie fordern Wahrheit, Gerechtigkeit und ehrendes Gedenken, damit uns und unseren Nachkommen ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.

Kommen Sie deshalb nach Dresden und nehmen Sie am Trauerzug der JLO teil. Sonnabend, den 16.02. 2008, Beginn 13:00 Uhr hinter der Semperoper (Nähe Theaterplatz)

Weitere Informationen (auch über die Demonstrationen der vorangegangenen Jahre) finden Sie unter www.jlosachsen.de

Zur Richtigstellung jährlich auftretender und durch Zeitung, Radio, Videotext und Internet verbreiteter irreführender Meldungen: Die Stadt Dresden hat die Demonstration nicht verboten! Sie wird lediglich -wie in den vorangegangenen Jahren auch- mittels Allgemeinverfügung ein Verbot für Demonstrationen für den Kerninnenstadtbereich erlassen. Zu diesem wird voraussichtlich der Platz vor der Semperoper, jedoch nicht der Platz hinter der Semperoper gehören!!! Einem friedlichen, geordneten Demonstrationsablauf steht also nichts im Wege.

Achtung Teilnehmer des Trauermarsches die mit Bussen anreisen! Bitte Busverantwortliche bei der Buskoordinationsnummer (0178/4643527) melden! Dabei folgende Angaben hinterlegen: Woher, ca. Anzahl Mitreisende, evtl. freie Plätze, Rufnummer des Busverantwortlichen.

Auflagen:

Verbot: B-Jacken, Springerstiefel, Schuhe mit Stahlkappen, BW-Stiefel o.ä., militärisch geschnittene Jacken und Hemden, Zahlenkombinationen a la 1488 usw., Reichskriegsflagge u.ä. (Verbietet sich bei dem Thema eigentlich von selbst!), Uniformen (auch in Teilen), Alkohol, Kennzeichen verbotener Organisationen, Trommeln, Vermummung, Lonsdale, Constaple usw. usf.

Gebot: Fahnenstöcke nur bis max. 1,50m, Transparente bis 3,50m, Länderfahnen auch Vertreibungsgebiete, schwarze Fahnen, Kerzen

Achtung: Wir verkörpern das anständige Deutschland! Das bedeutet, daß Euer Auftreten und Eure Kleidung dem Anlaß (!) entsprechend zu erfolgen hat! Das gilt auch für mitgebrachte Transparente und deren Inhalt! Auf dem Marsch herrscht Alkohol- und Rauchverbot! Provokateure werden von den Ordnern von der Veranstaltung entfernt! Busverantwortliche achten beim Besteigen der Busse auf entsprechende Auflagen! Alkoholisierte Personen werden von der Polizei nicht zur Veranstaltung gelassen!

Es ist mit Vorkontrollen zu rechnen! Also seid pünktlich, am besten 1 Stunde eher!

Junge Landsmannschaft Ostdeutschland e.V.
Landesverband Sachsen-Niederschlesien
PF 500208
01032 Dresden
www.jlosachsen.de
Infotelefon: 01 74 - 463 22 88, 01 73 -95 55 980, 01 63 - 444 11 44

Buskoordination: 01 78 - 464 35 27



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