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02.02.2009

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Wetterau – Antrag „Gedenken an die Opfer von Dresden“

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Der Kreistag möge beschließen:

Die Mitglieder des Kreistages mögen sich zu Beginn der heutigen Sitzung für eine Minuten zum stillen Gedenken an die Opfer der alliierten Bombardierung Dresdens erheben.

Begründung:

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. 773 britische Bomber warfen in zwei Angriffswellen zunächst gewaltige Mengen an Sprengbomben ab. Durch die Zerstörung der Dächer und Fenster konnten die anschließend abgeworfenen etwa 650.000 Brandbomben eine größere Wirkung entfalten. Ihr Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen. Dem britischen Nachtangriff auf die ungeschützte Stadt, die über keinerlei Luftabwehr verfügte, folgte am Tag die Flächenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber. Am 15. Februar musste das bereits vollständig zerstörte und mit Flüchtlingen überfüllte Dresden einen weiteren Angriff der US-Luftwaffe überstehen. Weit über 35.000 Zivilisten verloren nach vorsichtigen Schätzungen ihr Leben. Zeitnahe Schätzungen gehen sogar von 250.000 und das Rote Kreuz von 275.000 Toten aus.

Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Toten lagen noch Tage auf der Straße oder in den Trümmern, ehe die Leichenberge zur Verhinderung von Seuchen verbrannt werden konnten.

Der britische Oberbefehlshaber der Bomberkommandos rechtfertigte diese Angriffe damit, daß man den Gegner auf diese weise demoralisieren wollte. Da Dresden über keinerlei kriegswichtige Industrieanlagen und Verkehrsanbindungen verfügte, war dieser alliierte Bombenterror jedoch eines der größten Massaker an einer Zivilbevölkerung in der Geschichte der Menschheit.

Der britische Philosoph Anthony Grayling beurteilte 2007 das „area bombing“ der Royal Airforce militärstrategisch als sinnlos und rechtlich wie ethisch als Kriegsverbrechen.

Weitere Begründung erfolgt mündlich.

NPD-Fraktion im Wetterauer Kreistag

Stefan Jagsch
Kreistagsabgeordneter

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