08.10.2010
Bislang wurde Alkoholabhängigkeit vor allem als ein „männliches Problem“ angesehen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dykmans, stellte jedoch unlängst fest, daß jede fünfte Frau zwischen 45 und 54 Jahren in Deutschland zu viel Alkohol trinke. Damit stelle diese Altersgruppe eine besondere Risikogruppe dar. Zudem würden auch immer mehr junge Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren exzessiv Alkohol konsumieren, was sich unter anderem daran festmachen ließe, daß die Zahl der Mädchen in dieser Altergruppe, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kamen, zwischen 2000 und 2008 um 170 Prozent gestiegen sei.
Dies vorausgeschickt, frage ich den Magistrat:
1. Welche Erkenntnisse hat der Magistrat hinsichtlich der Entwicklung der Zahlen (für Frankfurt) der von Alkoholabhängigkeit betroffenen Frauen in der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren seit dem Jahr 2000?
2. Liegen diese Zahlen für Frankfurt im allgemeinen „Trend“, oder gibt es Abweichungen zu den bundesweiten Zahlen?
3. Gibt es hinsichtlich dieses Phänomens Unterschiede in Bezug auf die jeweilige soziale Herkunft der Frauen?
4. Wie haben sich die Zahlen der wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten Mädchen in der Altersgruppe von 10 bis 15 Jahren in Frankfurt seit dem Jahr 2000 entwickelt?
5. Ist allgemein und geschlechtsunabhängig auch in Frankfurt festzustellen, daß das Alter, in welchem erstmalig Alkohol konsumiert wird, immer weiter absinkt?
6. Welche Maßnahmen wurden bisher seitens der städtischen Institutionen ergriffen, um der Zunahme der von Alkoholabhängigkeit Betroffenen zu begegnen?
NPD im Frankfurter Römer
Jörg Krebs
Stadtverordneter
www.npdimroemer.de